Informatiker zerlegt digitale Patientenakte der Allianz-Tochter Vivy und 3 anderer Anbieter

Jochens SOZIALPOLITISCHE NACHRICHTEN

Sehr sehenswertes Video:
Die Wahrscheinlichkeit, dass innerhalb von 50 Jahren meine elektronischen Patientenakten wirklich geheim bleiben, beträgt 8% – das berechnet der Referent nach den Risikoabschätzungen der Anbieter selbst.
eCard-neindankeInteressant auch, wie der Allianz-Konzern Online-Redaktionen versucht zu nötigen, die Information zu zensieren, wie schnell die Behebung der Fehler postuliert wird und wie oberflchlich und lückenhaft die Fehlerbeseitigung vorgenommen wird – als ob der Fehler in der Tatsache der AUfdeckung liege.

Das ist doch sehr ähnlich wie bei Ed Snowden und Julian Assange.
Wichtig ist der von ihm erklärte Unterschied zwischen Gesundheitsakte (freiwillig) und Patientenakte (zwangsweise ab 2021). Siehe dazu auch meinen Beitrag hier:

https://josopon.wordpress.com/2018/12/23/abschaffung-der-arztllichen-schweigepflicht-wer-braucht-die-zentrale-patientendatei/

Mit dieser wenig erfreulichen Mitteilung endet mein Blog für 2018. Ich danke meinen Lesern v.a. für ihre Rückmeldungen.
Die Leute aus dem Ries und dem Ostalbkreis mchte ich nochmal auf den Aufstehen!-Treff am 8.Januar 2018, 20:00 in 86732 Oettingen, Hotel Goldene Gans, Königsstraße 5 hinweisen. Ich bin an dem Abend selber voraussichtlich leider verhindert.

Auf dem 35. Chaos Communication Congress (35C3), der zurzeit in Leipzig stattfindet, beschäftigte sich auch ein Redner mit den digitalen Patientenakten.

Er zog ein niederschmetterndes Fazit.

Bereits vier Minuten nach Vortragsbeginn lachte das Publikum einmal laut auf – es war der Moment, als der vortragende Fachmann für IT-Sicherheit, Martin Tschirsich, die Datenübermittlung bei der digitalen Patientenakte Vivy vorstellte.
Dafr nutzt die App eine Fünfstellige-Session-ID, die der Patient an den behandelnden Arzt schickt, um diesem ein Dokument zu zeigen.
Das entspräche nicht unbedingt den gängigen Sicherheitsvorstellungen, urteilte Tschirsich.

Im weiteren Vortrag folgte noch eine lange Liste anderer gravierender Sicherheitsmängel bei Vivy und anderen digitalen Patientenakten.
Tschirsich urteilte: Sicherheit ist ein Wettbewerbsnachteil.
Und er warnte, dass hier gerade ein langfristiger Schaden ber Generationen hinweg entstünde.
Eine Aufnahme des gesamten Vortrags finden Sie hier.
https://media.ccc.de/v/35c3-9992-all_your_gesundheitsakten_are_belong_to_us#t=2322%20

Aus den Kommentaren ärztlicher Kollegen:

1 ———————————————————————————————————————————

Es ist für mich immer wieder beeindruckend zu sehen, mit welcher Leichtigkeit und Lockerheit diese Computer-Kids die ach so strengen „Sicherheitsmanahmen“ der Betreiber jener vielgepriesenen Datenplattformen, auf denendie Patienten ihre Gesundheitsdaten speichern sollen, zerlegen und ad absurdum fhren.

Ich verstehe zwar (fast) kein Wort von dem, was da gesagt und vorgeführt wird, aber die Heiterkeitsausbrüche im fachkundigen Publikum bei jedem Zaubertrick, wo mit ein paar Mausklicks und ein bisschen Code die supersicheren Passwörter und die persönlichsten Daten für jeden lesbar wurden, zeigen eindrücklich, welchen Scharlatanen und welchen undurchdachten und hastig zusammengeschusterten Technologien die Menschen sich auszuliefern bereit sind.

Kleines Schmankerl am Rande: Wer sich nicht nur den (m.E. brillianten) Vortrag, sondern auch noch die anschließende Diskussion angeschaut hat, der konnte noch in einen ganz besonderen Genuss kommen. Auf die Frage aus dem Publikum, ob denn diehier versammelten Kapazitäten den Ärzten eine guten Rat geben könnten, wie sie ihre sensiblen Daten, Befunde, Berichte etc. ohne die Gefahr von Hacks, Abgriffen oder Verfälschungen von Arzt zu Arzt senden könnten, wusste zunchst und auf Anhieb niemand etwas zu sagen, bis dann ein Zuruf aus dem Publikum das Schweigen brach.

Er war zwar ziemlich leise zu hören und schwer zu verstehen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es nur eine Silbe war und dass das Wort

„FAX“

lautete.

2 ——————————————————————————————

Wie zu hören war, wird Vivy für bislang mind, 13 Mio Nutzern der betreffenden KK (GKV und Privat) von den Kassen mit 5 € /Monat bezahlt.

13 Mio x 5 € = 65 Mio € x 12 Monate = 780 Mio € pro Jahr !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Und verdient dran?

Die Allianz als Haupt-Anteilseigner an diesem System.

Und wer sitzt hier beratend im Vorstand und Aufsichtsrat??? Ich höre jetzt lieber auf…

Mit der TI (die das Ganze zugegebenermassen etwas sicherer machen könnte, aber das ist einfach noch nicht gut genug untersucht) ist es nicht anders.

Die eine Firma schustert der anderen die Kohle zu und politisch-lobbyistisch wird das unterstützt und gesteuert.

Wir haben keinerlei Chance hier etwas auszurichten als uns zu verweigeren. Und zwar ALLE!!!
(Und das wird erfahrungsgemäß niemals passieren)

3————————————————————————————————————————————————————————————

Das Verhalten der Allianz, der hautnah die Folgen ihrer hingerotzten „Gesundheitsapp“ und die Gefahren einer unüberlegten Digitalisierung um die Ohren gehauen werden, finde ich typisch deutsch. Nichts wird „innerhalb von 24 Stunden“ suffizient behoben, stattdessen mit Anwalt und Schadenersatz gedroht und eine Desinformationskampagne gefahren, eine kleine Lücke gestopft und eine große andere belassen. Die konzeptionellen Fehler der Software sind so grundlegend, dass es jedem ernsthaften CISO grausen würde – und es geht trotzdem weiter mit diesen perversen Insellösungen. 

Man sehe sich den Bericht über den XEROX-Bug von Daniel Kriesel vom 31C3 an und lerne über den (zumindest etwas professionelleren, weil erzwungenen) Umgang eines 140k Unternehmens mit solchen Katastrophen. Wäre dieser Bug tatsächlich einer breiten Öffentlichkeit bekannter geworden, wären die Folgen für XEROX unübersehbar gewesen.

Es reicht mir nicht, dass eine Softwarefirma oder eine Privatperson Gesundheitssoftware anbieten darf, die durch konzeptionelle Lücken, die jeder Informatikstudent im ersten Studienjahr oder jeder engagierte Laie austesten und aufdecken kann, offen wie ein Scheunentor (oder von mir aus auch nur mit „kleinen Fehlern“ behaftet) ist. Ich erwarte keine durch zufällige Veröffentlichungen aufgedeckten, müden Bugfixes für Bananensoftware („reift beim Kunden“) und ein Statement a la „wir sind auch dabei, was für ein unterhaltsamer Bericht, haben wir aber sofort gefixt“. Das habe ich bei meiner „Praxissoftware“ leider schon zur Genüge.

„Ein reales Risiko für die Gesundheitsakten der Nutzer bestand zu keinem Zeitpunkt“ – wer kann das denn ernsthaft behaupten? Martin Tschirsich ist ein ehrlicher Mensch, der seine Entdeckungen öffentlich macht und den Herstellern bekannt gibt. 

Was aber, wenn jemand Zero-Day-Exploits verheimlicht und in böswilliger Absicht nutzt, mich erpresst, als Arzt in Nöte stürzt und vor Gericht bringt, weil ich meine Schweigepflicht vermeintlich missachtet hätte (wobei ich ja Softwareverantwortlichen vom arroganten Zuschnitt der Allianz et al. vor Gericht erst einmal beweisen müsste, dass es nicht deren insuffiziente Software war, mittels derer man sich Zugriff auf senible Patientendaten auf meiner Festplatte verschaffen konnte)? Ist das dann auch noch unterhaltsam?

Ich erwarte eine ausgereifte Software und die gesetzliche Grundlage für die Verschiebung der Haftung für Schweigepflichtverstöße mit aktiver Beweislast auf die Seite der Softwarehersteller. Geht nicht? Dann geht in meinen Augen auch keine digitale Patientenakte, Patientenfernwartungsanwendung, Telematik oder iPad-App deren einziger Nutzen im Moment darin besteht, dass Oma Krawallke beim nächsten Kaffeekränzchen ihre letzten Röntgenbilder herumzeigen kann.

Ein Patient ist kein Server, den man via RDP mal eben fernwarten kann, das ist für mich eine Perversion des Arztberufs.

Wer das „von gestern“ nennt, der hat möglicherweise erst einmal wenig Ahnung von den Risiken moderner Informationstechnologie, schlimmer aber: der schert sich in meinen Augen keinen Deut um den Schutz der Intimität des Arzt-Patientenverhältnisses und hat keinerlei Gespür für die Bedürfnisse seiner Patienten.

4—————————————————————————————————————————————————————————–

Im Moment kann man nur zur Datensparsamkeit raten.

Informationen über genetische Risiken, aktuelles Risikoverhalten, Alkohol-und Drogenanamnesen haben in einer Praxisverwaltungssoftware nichts mehr zu suchen. Das gilt auch für Informationen, die für den Patienten strafrechtlich relevant werden könnten.

Abrechnungsdiagnose, Leistungsziffern, Befunde – und fertig. Das alleine ist schon riskant genug.

Doppelte Buchführung ist angesagt.

Online-Petition für Peter Gøtzsche, der die Pharmakonzerne das Fürchten lehrte – Seine Reputation und Stelle in Gefahr – Bitte unterschreiben Sie die Petition !

Jochens SOZIALPOLITISCHE NACHRICHTEN

Das Folgende erreichte mich über einen pharmakritischen Kollegen. Die Verdienste von Dr.Peter Gøtzsche können nicht genug gewürdigt werden:

Von: Prof. Harald Walach

Petition für Peter Gøtzsche – Seine Reputation und Stelle in Gefahr – Bitte unterschreiben Sie die Petition

Peter_GoetschePeter Gøtzsche ist einer der wirkliche aufrichtigen, ehrlichen und ethischen Wissenschaftler, die ich in meiner 30jährigen Laufbahn kennengelernt habe. Er hat viel bewegt.
Er ist Mitbegründer der Cochrane-Collaboration, eines Netzwerkes, das systematische Reviews über die Wirksamkeit medizinischer Interventionen erstellt, war Leiter des Nordic Cochrane Centers in Kopenhagen und wurde in letzter Zeit einer breiteren Öffentlichkeit bekannt durch seine Kritik an dem Einfluss, den die pharmazeutische Industrie auf medizinisch-politische Entscheidungen nimmt.
Seine Bücher „Deadly Medicine and Organised Crime“ [1] und „Deadly Psychiatry and Organised Denial” [2] machten ihn einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.
Bei uns hat er einen bemerkenswerten Vortrag auf unserem Symposion „Weniger ist mehr“ gehalten, wo er seine Thesen zur Gefahr in der Psychiatrie darstellt

Vor Kurzem wurde er in das Aufsichtsgremium der Cochrane Collaboration gewählt. Seine Versuche, die ursprüngliche akademische Debattenkultur und Grasswurzel-Natur der Bewegung wieder herzustellen, scheiterten.
Er wurde vom CEO entlassen, unter großem Protest: 5 weitere Aufsichtsratsmitglieder von den insgesamt 11 traten aus Solidarität zurück. Nun wurde er von seiner Stelle und seinem Dienst suspendiert.
Eine Petition, die von einem Aufsichtsratkollegen aus Spanien organisiert wird, fordert den dänischen Gesundheitsminister auf, diese Entscheidung zurückzunehmen *):
https://www.ipetitions.com/petition/letter-to-danish-minister-of-health-against
Ich habe ihn gefragt: die Sachverhalte stimmen; er selber hat sie in einem kurzen Blog im BMJ dargestellt:
https://blogs.bmj.com/bmj/2018/11/08/peter-c-gotzsche-cochrane-no-longer-a-collaboration/
und soeben hat Science darüber berichtet:
https://www.sciencemag.org/news/2018/11/hospital-s-suspension-evidence-based-medicine-expert-sparks-new-controversy.

Hier ist Peter Gotzsches Darstellung der Abläufe seit der Eskalation im September 2018:
http://www.deadlymedicines.dk/wp-content/uploads/2018/10/G%C3%B8tzsche-complaint-to-Charity-Commission-about-the-Cochrane-Collaboration.pdf
Es ist in seinem Sinne, diese Petition zu unterzeichnen. Innerhalb von 5 Tagen haben mehr als 5.000 Leute unterschrieben.
Helfen Sie mit, einem unerschrockenen Mann, der sich nicht scheut die Wahrheit zu sagen, in seiner Position zu halten und
– unterzeichnen Sie die Petition:

https://www.ipetitions.com/petition/letter-to-danish-minister-of-health-against

– und verbreiten Sie sie möglichst weit.
[1] Gøtzsche, P. C. (2013). Deadly Medicines and Organised Crime: How Big Pharma Has Corrupted Health Care. London: Radcliff.
[2] Gøtzsche, P. C. (2015). Deadly Psychiatry and Organised Denial. Copenhagen: People’s Press.

  1. November 2018 |
    P.S. Man muss die nach dem Unterzeichnen der Petition aufklappende Spendeneinwerbung NICHT unbedingt erfüllen. Denn da sind 25 US$ voreingestellt.

* Dear Minister of Health of Denmark Ellen Trane Nørby:


We are writing to express our concern over the possible dismissal of Peter Gøtzsche from his job at the Rigshospitalet in Copenhagen. We feel that Dr. Peter Gøtzsche´s work at the Nordic Cochrane Centre has been an important service to patients, taxpayers and the scientific community in Europe and globally. For many years the prestigious activity and publications of Dr. Gøtzsche have played a pivotal role in favour of the transparency of clinical data, the priority of public health needs and the defence of rigorous medical research carried out independently of conflicts of interest. The recent crisis within the Cochrane Collaboration that involved Dr. Gøtzsche and many other prominent long-time members of Cochrane should be seen in this light.

We ask you to reconsider this possible dismissal due to the great benefits taxpayers, patients and health-care professionals reap from his work aimed at studying the efficacy and safety of medical treatments. We also fear that the dismissal of Dr. Gøtzsche from the Rigshospitalet could harm the international reputation of Danish medical research and could seriously weaken Denmark´s traditional support for open scientific debate.

We hope this issue can be resolved amicably and fairly for the sake of public health, robust scientific debate and the wise spending of public money.

Thank you very much,

David Hammerstein, Former Member of the Cochrane Governing Board (2017-2018) and former Member of the European Parliament (2004-2009)

Tom Jefferson MD MRCGP FFPHM, Senior Associate Tutor, University of Oxford, Oxford OX2 6GG Member, Cochrane Collaboration (1994 – current)

Jochen

Achtung ADHS-Kinder und Eltern: ERHÖHTES PARKINSON-RISIKO DURCH METHYLPHENIDAT (RITALIN(R), GENERIKA)?

Jochens SOZIALPOLITISCHE NACHRICHTEN

a-t_LogoDiese alarmierende Schlagzeile hat das industriekritische und werbungsfreie Arznei-Telegramm gerade veröffentlicht:
https://www.arznei-telegramm.de/html/htmlcontainer.php3?produktid=088_01&artikel=1810088_01k
Aus meiner Erfahrung mit 10 Jahren Tätigkeit in stationärer Drogentherapie weiss ich, dass eine Methylphenidat-Verordnung für Kinder eine Eintrittspforte in späteren Konsum von Aufputschmitteln sein kann.
Drüber hinaus sollten sich Eltern klar werden, dass eine Diagnose ADHS von nun an ihr Kind lebenslang begleiten wird, wenn es gesetzlich krankenversichert ist.
Das kommt in die geplante lebenslang begleitende elektronische Patientenakte, die für jede Lebensversicherung oder Verbeamtung offen gelegt werden muss.
Es wird später weder eine Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten noch verbeamtet werden.
Und hier auszugsweise der Bericht:

Das amphetaminartige Psychostimulans Methylphenidat (RITALIN, Generika) wird seit Jahrzehnten bei Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) angewendet (a-t 1996; Nr. 4: 38-9).
Die Auswirkungen einer langjährigen Psychostimulanzieneinnahme auf die Gehirnreifung von Kindern sind jedoch nicht bekannt.
Nach tierexperimentellen Daten könnte Methylphenidat bei chronischer Anwendung PARKINSON-artige Erkrankungen begünstigen (a-t 2002; 33: 16 und 2005; 36: 33-5).1)

Eine retrospektive Kohortenstudie2) untersucht nun erstmals den Zusammenhang zwischen ADHS, der Einnahme von Psychostimulanzien und dem Risiko für Erkrankungen der Basalganglien und des Kleinhirns, darunter Morbus PARKINSON, sekundärer Parkinsonismus, andere degenerative Erkrankungen der Basalganglien und essenzieller Tremor.
Anhand von Registerdaten und elektronischen Patientenakten von Einwohnern des US-Bundesstaates Utah werden 31.769 Patienten mit dokumentierten Aufmerksamkeitsdefizitstörungen mit oder ohne Hyperaktivität sowie hyperkinetischen Verhaltensstörungen* identifiziert (Geburtsjahr 1950 bis 1992) und mit 158.790 Personen gleichen Alters und Geschlechts, aber ohne dokumentiertes ADHS verglichen.
Zu den Ausschlusskriterien gehören Drogen-, Alkohol- oder Amphetaminmissbrauch in der Anamnese.
Im untersuchten Zeitraum zwischen 1996 und 2016 werden bei 0,52% der ADHS-Patienten und bei 0,19% in der Kontrollgruppe Erkrankungen der Basalganglien oder des Kleinhirns diagnostiziert (adjustierte Hazard Ratio [HR] 2,4; 95% Konfidenzintervall [CI] 2,0-3,0).
Bei Teilnehmern mit ADHS und bekannter Psychostimulanzieneinnahme (n = 4.960) fällt die Risikoerhöhung dabei signifikant größer aus (HR 6,0; 95% CI 3,9-9,1) als bei ADHS-Patienten, für die keine entsprechende Behandlung dokumentiert ist (HR 1,8; 95% CI 1,4-2,3).
Bei bekannter Einnahme ausschließlich von Methylphenidat (1.941 Patienten) ist das Risiko sogar achtmal höher als bei den Kontrollen (HR 8,0; 95% CI 4,2-15,1).2

* Im Folgenden als ADHS-Patienten bezeichnet.

Die Studienautoren halten es am ehesten für wahrscheinlich, dass die Einnahme von Psychostimulanzien Marker einer schweren Ausprägung des ADHS sein und die Störung per se mit zunehmender Schwere das Risiko PARKINSON-artiger Erkrankungen steigern könnte.2) Sie bieten dafür aber keine hinreichende Begründung an.
Aufgrund des vermuteten Wirkmechanismus amphetaminartiger ADHS-Mittel – Hemmung der Wiederaufnahme von Dopamin im Striatum3) – erscheint uns eine Störung des dopaminergen Innervationssystems durch Psychostimulanzien plausibler. Die aktuellen Ergebnisse passen zudem zu Daten aus Beobachtungsstudien, die auf ein erhöhtes PARKINSON-Risiko durch Amphetaminmissbrauch hinweisen.4,5)

Methylphenidat und andere Psychostimulanzien sollten ausschließlich bei Kindern mit gesicherter ADHS-Diagnose, nur nach strenger Indikationsstellung und zeitlich begrenzt angewendet werden.
Dringend bedarf es weiterer Studien zu der potenziellen schweren Störwirkung, –Red.

1 SADASIVAN, S. et al.: PLOS ONE 2012; 7: e33693 (9 Seiten)
2 CURTIN, K. et al.: Neuropsychopharmacology, online publ. 12. Sept. 2018
3 Novartis: Fachinformation RITALIN, Stand Mai 2018
4 MORATALLA, R. et al.: Prog. Neurobiol. 2017; 155: 149-70
5 CURTIN, K. et al.: Drug Alcohol Depend. 2015; 146: 30-8

© 2018 arznei-telegramm, publiziert am 19. Oktober 2018

Diese kritische Zeitung kann ich nur empfehlen. Sie spart nachweislich eine Menge überflüssiger und schädlicher Medikamente ein.

Jochen

Kaum zu glauben: Katzenparasiten machen Menschen wagemutig

Jochens SOZIALPOLITISCHE NACHRICHTEN

Von der Tollwut sind psychotrope Symptome bekannt, die auftreten, wenn der Patient bereits als verloren betrachtet werden muss.
Mit dem weit vebreiteten Toxoplasma Gondii kann man relativ symptomarm überleben. Jetzt ist es aber tatsächlich nachgewiesen:
https://www.jungewelt.de/artikel/337387.katzenparasiten.html
Auszüge:

Ja, sagt da das Magazin der Max-Planck-Gesellschaft Forschung in seiner ersten Ausgabe 2018, womöglich ist der Einzeller »Toxoplasma gondii« daran schuld, denn der »tut alles dafür, Mensch und Katze zusammenzubringen.

Den Menschen braucht er als Zwischenwirt (…). Denn nur im Darm von Raub- oder Hauskatzen kann der Parasit neue Eier produzieren (…)
Das würde erklären, warum sich infizierte Menschen von Katzen besonders angezogen fühlen.«

So weit so idiotisch. Ich habe dieses »Forschungsergebnis« im Nachwort zu meinem Buch »Die lustige Tierwelt und ihre ernste Erforschung« als »Abbremser« verwendet – nachdem ich den Philosophen Hans Blumenberg gegen die Genpool-Erhalter zitiert hatte: »Auch ohne naturschützerische Gebärde muss gesagt werden, dass eine Welt ohne Löwen trostlos wäre.«
Und ich drückte mein Entsetzen aus: »Bald ist es schon so weit. Die Raubtierforscher prognostizieren, dass höchstens die (urbanen) Hauskatzen überleben werden. Aber so sehr wir uns auch z. B. um unsere kleine Katze Luzie bekümmern, ihre häusliche Haltung ist die reinste Tierquälerei, eine extreme Reizunterflutung. Da es jedoch keinen Ausweg gibt, wir weiterhin ihre Lebensverlegenheiten ernsthaft erforschen – und uns an ihrem Witz erfreuen, gehört sie auch zur lustigen Tierwelt. Für unser Interesse an ihr scheint es aber noch einen tieferen Grund zu geben…«
Nämlich den Parasiten »Toxoplasma gondii«.

Damit wollte ich mich quasi von unserer närrischen Katzenliebe freisprechen: Wir können nichts für unsere Depolitisierung – ein übler Parasit steuert uns. Aber nun kam im Juli dieses Jahres auch noch das Magazin Spektrum der Wissenschaft angewackelt und erweitert die Wirkung des neurologischen Manipulators »Toxoplasma gondii« über die Ökologie ins Ökonomische – schon in der Überschrift: »Macht Katzenparasit Berufsanfänger mutiger?«

Es geht um eine neue Studie, veröffentlicht in der altehrwürdigen Wissenschaftszeitschrift Proceedings of the Royal Society B: Mehr »als zwei Milliarden Menschen sind weltweit mit ›Toxoplasma gondii‹ infiziert« und schon »seit langem berichten Forscher über Indizien für mögliche psychische Veränderungen bei Infizierten«.
Die neue Studie zeige nun, »dass toxoplasmainfizierte Menschen weltweit häufiger beruflich selbständig sind – und somit Risiken vielleicht anders bewerten als andere«.

Die Autoren der im Magazin der Max-Planck-Gesellschaft referierten Studie wollten darauf hinaus, dass der üble Parasit die Menschen, als sie wenige waren und nicht so hilflos wie heute, den Raubkatzen, die damals noch viele waren und gefährlicher, geradewegs in die tödlichen Fänge trieb. Er manipulierte die Menschen auf eine Weise, dass diese das Risiko, sich einer oder mehreren Raubkatzen zu nähern, anders bewerteten.

Die Autoren der im Spektrum der Wissenschaft referierten Studie, testeten ihre steile These erst mal an Mäusen – sie infizierten sie mit dem Parasiten. Und siehe da: Er »macht die Nager zum Teil selbstmörderisch mutig«.
Dann untersuchten sie 1.495 Studenten: Die mit dem Erreger infizierten »wählen knapp eineinhalbmal so häufig wie gesunde Wirtschaftswissenschaften im Hauptfach«.
Und schließlich stellten sie »bei Teilnehmern an Berufsbörsen, die auf eine selbständige Tätigkeit vorbereiten sollen«, auch noch fest, dass diese »1,8mal häufiger infiziert sind als der Durchschnitt der Bevölkerung«.
Zuletzt durchforsteten sie demographische Statistiken aus 42 Ländern – und kamen zu dem Schluss: »Offenbar korrelieren die Durchseuchungsrate mit ›Toxoplasma‹ in einem Land und der Prozentsatz der Selbständigen

Da viele Selbständige jedoch scheitern, könne nicht davon ausgegangen werden, »dass der Einfluss des Parasiten Menschen grundsätzlich erfolgreicher« mache. Er bleibt also auch im Anthropozän quasi raubtierorientiert.
Das hatte bereits die Heidelberger Genetikerin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard geahnt – »dass die Natur in gewisser Weise kapitalistisch funktioniert«.

Helmut Höge: Die lustige Tierwelt und ihre ernste Erforschung.
Westend-Verlag, Frankfurt am Main 2018, 160 Seiten, 16 Euro

Jochen

Nation im Niedergang: Suizidrate in den USA steigt drastisch

In Gottes eigenem Land dem Herrn so nahe – nur Pech, dass Suizidanten nicht ins Paradies kommen, weil sie ja dem Kaiser Trump eine Arbeitskraft oder einen Untertan klauen…
https://www.jungewelt.de/artikel/335550.nation-im-niedergang.html
Auszüge:

Den Vereinigten Staaten von Amerika entsteht jährlich ein ökonomischer Schaden von rund 69 Milliarden US-Dollar durch etwas, das in den Börsenberichten der Wall Street keine Rolle spielt, nämlich Selbstmorde.
Das belegt der jüngste statistische Bericht der US-Stiftung für Selbstmordprävention (American Foundation for Suicide Prevention; AFSP).
Zwar wird nicht näher erläutert, wie sich der wirtschaftliche Verlust errechnet und wer ihn letztlich trägt, aber die Statistiken über Menschen, die im »Land der Freien und der Heimat der Tapferen« ihr Leben nicht lebenswert finden, rücken die soziale Frage unweigerlich in den Vordergrund.

Die Suizidrate ist in den letzten zwanzig Jahren »in fast allen US-Bundesstaaten« stark angestiegen, in der Hälfte davon sogar um »mehr als 30 Prozent«, wie die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention (Centers for Disease Control and Prevention; CDC) im Juni in ihrer neuesten Analyse für die Jahre 1999 bis 2016 meldeten.
Dies sei »ein nationales Problem größten Ausmaßes, für das wir umfassende Ansätze brauchen, erklärte Anne Schuchat, stellvertretende Direktorin der Bundesbehörde CDC, die dem US-Gesundheitsministerium untersteht.

Im Beobachtungszeitraum nahmen sich nach Angaben von CDC und AFSP im Schnitt jährlich 44.965 Menschen das Leben, also 123 pro Tag. Das entspricht einer jährlichen Suizidrate von 13,4 pro 100.000 Einwohner.
Als Todesursache steht Freitod an zehnter Stelle. Auf jeden vollendeten Suizid kommen 25 Selbstmordversuche, was bedeutet, dass rund 1,12 Millionen weitere Menschen »lebensmüde« sind.
Männer sterben 3,5 mal häufiger von eigener Hand als Frauen. In sieben von zehn Fällen nehmen sich weiße Männer das Leben. Unter ihnen ist die Selbstmordrate bei den 45- bis 64jährigen am höchsten.
Als Todesart steht Erschießen mit 51 Prozent an der Spitze, gefolgt von Ersticken (durch Erhängen) mit 25,9 Prozent und Vergiften mit 14,9 Prozent.

Eine Reihe von CDC-Sonderstudien über ländliche Gebiete kam zu der alarmierenden Feststellung, dass die Suizidrate bei Beschäftigten in der Land-, Vieh-, Forst- und Fischfangwirtschaft mit 84,5 Selbstmorden pro 100.000 Einwohner die höchste von allen Berufsgruppen ist. Dass diese Zahl seit 1999 rapide angestiegen ist und 2016 sechsmal so hoch war wie im US-Durchschnitt, schreiben die CDC-Analysten der zunehmend schwierigen wirtschaftlichen Situation auf dem Land zu. Fernab von Großstädten sei die Infrastruktur der medizinischen Versorgung unzureichend. Lange Anfahrtswege zu Fachärzten und -kliniken bildeten hohe Barrieren für depressive und hilflose Patienten.
Zudem seien Menschen dort »in höherer Zahl von Armut und fehlender Krankenversicherung betroffen«. Dies multipliziere »in ländlichen Gebieten Trends und Mechanismen, die wir allgemein in der Bevölkerung als Suizidursachen ansehen«, so James A. Mercy, Leiter der CDC-Abteilung für Gewalt- und Suizidprävention.

Zur Verlässlichkeit der Daten insgesamt erklärt die AFSP, sie seien »die genauesten, die wir haben«, warnt aber vor der Dunkelziffer: »Wir schätzen, dass die Zahlen höher sind.«
Die Stigmatisierung des Suizids in der Gesellschaft führe dazu, dass nicht alle Selbstmorde gemeldet würden.

Die AFSP, die auf der New Yorker Wall Street residiert, sah sich in den vergangenen Monaten scharfer Kritik ausgesetzt. »Die Waffenlobby verhindert Suizidprävention«, schrieb die New York Times.
Der Grund: Rund die Hälfte aller Selbstmorde wird mit Waffen ausgeführt. Seit August 2016 besteht eine Partnerschaft der AFSP mit der Nationalen Sportschützenstiftung (NSSF), einer Lobbygruppe der US-Waffenindustrie, die sich die Loyalität ihrer Partner durch satte Finanzspritzen erkauft. Deshalb vermeidet es die AFSP, öffentlich »über schärfere Waffenkontrolle zu reden«, wie Erin Dunkerly monierte. Sein Vater hatte sich mit einer Pistole erschossen, was für den Ehrenamtler im AFSP-Vorstand schmerzlich bestätigte, dass »Schusswaffen im Haus ein hohes Suizidrisiko« darstellen.
Das möchte das AFSP-Direktorium mit Rücksicht auf den »Partner« NSSF jedoch nicht mehr sagen. Es strich die Forderung nach Waffenkontrolle aus seiner Prinzipienliste und warf Dunkerly und eine Kollegin aus dem Vorstand.

Nach Veröffentlichung der jüngsten CDC-Statistik hob die New York Times in diesem Zusammenhang noch einen Punkt besonders hervor.
Montana
leidet seit Jahrzehnten unter der höchsten Selbstmordrate der USA, wobei Veteranen der US-Armee mit 20 Prozent die größte Gruppe stellen.

Karl Rosston, Koordinator für Suizidprävention des Staates, zitierte dazu aus einer von seiner Behörde erstellen Studie. »Ländliche Isolierung, leichter Zugang zu Waffen und der Mangel an psychosozialen Diensten« seien verantwortlich dafür, dass gerade die waffengeübten Veteranen der US-Kriege ihrem Leben »doppelt so oft wie Nichtveteranen« ein Ende setzten.

Jochen

Der Westen auf die Couch! Unsere Gesellschaft leidet an sadistischer Persönlichkeitsstörung.

Da ich gerade auf einer Fortbildungsveranstaltung für Psychoanalytiker bin…

Nicht nur ALG2- und Sozialhilfe-Empfänger fühlen sich sadistisch behandelt.
In größeren Städten gibt es spezielle Kontrolleure vom Amt, die Hausbesuche machen.
Gleichzeitig wird die Zahle der Steuerprüfer reduziert, Stellen nicht wieder besetzt, gut funktionierende Abteilungen aufgelöst, die dem Land Millionen einbrachten…

Und hier geht es um Kolonialismus, zu dem ich schon Anfang 2016 eine Buchbesprechung zu Gerd Schumann  gebloggt habe: https://josopon.wordpress.com/2016/01/03/renaissance-der-volkerausbeutung-neo-kolonialismus/

Unsere Gesellschaft leidet an sadistischer Persönlichkeitsstörung.

von Andre Vltchek

Die westliche Kultur ist zweifellos besessen von Regeln, Schuld, Unterwürfigkeit und Bestrafung.
Mittlerweile ist offensichtlich, dass der Westen die unfreieste Gesellschaft der Welt ist.
In Nordamerika und Europa wird fast jeder ununterbrochen überwacht: Menschen werden ausspioniert, beobachtet, ihre persönlichen Informationen werden unablässig angezapft und Überwachungskameras willkürlich eingesetzt.
Das Leben wird synchronisiert und verwaltet Überraschungen gibt es kaum noch. Das Imperium ist besessen von perversen Strafmaßnahmen. Andre Vltchek legt den Westen auf die Couch und diagnostiziert eine sadistische Persönlichkeitsstörung.

Der Westen hat eine sadistische Persönlichkeitsstörung

von Andre Vltchek

Man kann schlafen, mit wem man will (vorausgesetzt, die geltende Etikette wird befolgt). Homosexualität und Bisexualität sind erlaubt.
Das ist aber auch alles; weiter erstreckt sich die Freiheit normalerweise auch nicht.

Von Widerstand wird nicht nur dringend abgeraten er wird auch brutal bekämpft. Für das kleinste Vergehen oder den kleinsten Fehler landen Menschen hinter Gittern. In der Folge haben die USA pro Kopf mehr Gefängnisinsassen als jedes andere Land der Welt außer den Seychellen.

Eine weitere Folge ist, dass fast alle Gespräche, vor allem aber der öffentliche Diskurs, von der so genannten political correctness und ihren Varianten bestimmt werden.

Aber zurück zur Kultur der Angst und Bestrafung.

Sehen wir uns die Schlagzeilen westlicher Zeitungen an, zum Beispiel der New York Times vom 12. April 2018: Bestrafung Syriens könnte diesmal härter ausfallen.

Wir sind schon so an diese vom Imperium benutzte perverse Sprache gewöhnt, dass wir gar nicht mehr merken, wie verdreht, bizarr und pathologisch sie ist.

Das erinnert an einen sadomasochistischen Trickfilm oder das Stereotyp eines grausamen Englischlehrers, der ein Lineal über die ausgestreckten Hände eines Kindes hält und schreit: Soll ich?

Carl Gustav Jung beschrieb die westliche Kultur verschiedentlich als eine Pathologie. Vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg äußerte er sich dementsprechend, sagte aber, dass der Westen in allen Teilen der Welt und über Jahrhunderte hinweg schreckliche Verbrechen begangen habe.
Das ist aller Wahrscheinlichkeit nach der Grund dafür, dass die westlichen Mainstream-Psychiater und -Psychologen den egozentrischen und im Großen und Ganzen unpolitischen Sigmund Freud glorifizierten, während sie C. G. Jung *) ignorierten, wenn nicht gar diffamierten.

Die extreme Form des Sadismus ist ein medizinischer Zustand, eine Krankheit. Und der Westen hat über Jahrhunderte hinweg ganz deutlich verstörende und gefährliche Verhaltensmuster gezeigt.

Sehen wir uns die Definition des Sadismus oder laut Fachsprache, der Sadistischen Persönlichkeitsstörung (SPS) an, mit der sowohl die USA als auch Europa ganz leicht diagnostiziert werden könnten.**)

Es folgt der Ausschnitt einer gebräuchlichen Definition der SPS, die auf medigoo.com und vielen anderen Online-Portalen aufgeführt wird:

Die sadistische Persönlichkeitsstörung zeichnet sich durch ein Muster unbegründeter Grausamkeit, Aggression und erniedrigender Verhaltensweisen aus, die auf eine tiefsitzende Verachtung für andere Menschen sowie einen vollkommenen Mangel an Einfühlungsvermögen schließen lassen. Manche Sadisten verfahren nach dem Nützlichkeitsprinzip: sie setzen ihre explosive Gewalt bewusst ein, um die Position unangefochtener Dominanz in einer Beziehung herzustellen.

Das kommt uns doch bekannt vor: das Verhalten des Imperiums gegenüber Indochina, China, Indonesien, Afrika, Lateinamerika, Russland, dem Mittleren Osten und anderen Teilen der Welt. Und die Symptome?

Sadistische Menschen verfügen über eine schlecht ausgebildete Verhaltenskontrolle, die sich in Jähzorn, einer geringen Frustrationstoleranz und einem kontrollierenden Charakter äußert. In ihren zwischenmenschlichen Interaktionen werden sie als hart, feindselig, manipulativ, empathielos, kaltherzig und grob all denen gegenüber wahrgenommen, die sie als ihnen unterlegen ansehen. Ihr kognitives Wesen zeichnet sich durch Starre und soziale Intoleranz aus. Waffen, Kriege, schändliche Verbrechen oder grausame Straftäter üben eine große Faszination auf sie aus. Man nimmt allgemein an, dass Sadisten nach sozialen Positionen streben, in denen sie ihr Bedürfnis, andere zu kontrollieren und hart zu bestrafen oder zu erniedrigen, befriedigen können

Ersetzen wir einfach sadistische Menschen mit sadistische Staaten oder sadistische Kultur.

Ist Heilung möglich? Kann ein Sadist wirksam und erfolgreich behandelt werden?

Eine sadistische Persönlichkeitsstörung zu behandeln, erfordert viel Zeit

Viele Homepages und Veröffentlichungen haben eine salvatorische Klausel:

Die oben angeführten Informationen dienen nur zu Verarbeitungszwecken. Die angebotenen Informationen sollten nicht während eines medizinischen Notfalls angewendet werden

Und die Menschheit befindet sich ganz klar an einem Scheideweg: Auge in Auge mit Vernichtung und nicht nur einem medizinischen Notfall.

Die Welt könnte tatsächlich bald um ihr Überleben kämpfen müssen wegen der SPS des Westens und seines Imperiums.

Was also erwartet uns nun beispielsweise in Syrien?

Was wird der sadistische Psychopath einem Land antun, das sich weigerte, niederzuknien, sich zu prostituieren, um Gnade zu winseln und seine Bevlkerung zu opfern?

Wie furchtbar wird die Strafe sein?

Wir haben gerade erlebt, wie 103 Raketen Richtung Damaskus und Homs abgefeuert wurden. Das diente aber nur zur Unterhaltung der Massen.
Das Imperium hat dem Land, das sich dauerhaft weigert, die westlichen Imperialisten und deren neokonservative Dogmen zu glorifizieren, bereits weitaus Schlimmeres und Grausameres angetan.
So haben zum Beispiel die Fachleute des Imperiums die grausamsten Terroristengruppen produziert, trainiert und bewaffnet und dann in Syriens Körper injiziert.

Die Folter wird natürlich weitergehen. Es scheint ganz offensichtlich, dass das Skript sich diesmal an einem späteren Werk des Marquis de Sade orientieren wird, an seinem Roman Juliette und nicht an Justine. Wissen Sie, in Justine wurden die Frauen nur gefesselt, geschlagen und vergewaltigt. In Juliette wurden sie bei lebendigem Leib zerstückelt; sie wurden verbrannt und verstümmelt.
Während man Justine noch lesen kann, könnte es kein normales menschliches Wesen durch die 700 Seiten blutrünstigen Grauens schaffen, das in Juliette beschrieben wird.***)

Unser Planet jedoch hat sich irgendwie an den Horror gewöhnt, den das kranke westliche Imperium ausgebreitet hat. Die Menschen sehen sich Ereignisse an Orten wie Afghanistan, Syrien, Irak oder Libyen an als Nachrichten, und nicht als die Krankenakte eines psychiatrisch schwer erkrankten Patienten.

Der schrecklichste Roman in der Geschichte des Planeten wurde jahrhundertelang zuerst von der abstoßenden Brutalität und dem Sadismus Europas verfasst und dann von dessen jüngerem Ko-Autor, den USA.

Und die Menschen in vielen Teilen unseres Planeten haben sich schon so an das Gemetzel um sie herum gewöhnt, dass ihnen davon nicht mehr übel wird; sie sind nicht mehr entsetzt; sie rebellieren nicht mehr gegen ihr Schicksal.

Sie sehen nur zu, wie ein Land nach dem anderen zusammenbricht, öffentlich geschändet und verwüstet wird.

Die Geisteskrankheit des Täters ist unbestreitbar. Und sie ist ansteckend.

Im Gegenzug hat die extreme Gewalt, die die Welt verschlingt, unter den Opfern verschiedene Neurosen und Geisteskrankheiten verursacht: Masochismus und extreme Formen der Unterwerfung, um nur zwei zu nennen.

Der Großteil der Welt befindet sich in einem Zustand neurotischer Lethargie, weil er ununterbrochener und extremer Gewalt ausgesetzt ist, verschrieben und verabreicht vom Westen.

Ähnlich einer Frau, die in einer repressiven Gesellschaft in einer Ehe mit dem brutalen religiös-fanatischen Ehemann feststeckt, hat die Welt irgendwann aufgehört, sich dem westlichen Diktat und der westlichen Tyrannei zu widersetzen, und sich ihrem Schicksal ergeben.

Viele Teile des Planeten haben ein Stockholm-Syndrom  entwickelt: Nachdem sie entführt, eingesperrt, gefoltert, vergewaltigt und erniedrigt wurden, haben sich die Opfer in ihren Tyrannen verliebt.

Sie haben seine Weltsicht übernommen, während sie ihm aus vollem Herzen und gehorsam gedient haben.

Dieses Arrangement ist weder gesund noch natürlich!

In Afrika, Lateinamerika, dem Mittleren Osten und Asien passiert Seltsames! Bürger dieser Nationen, die jahrhundertelang von europäischen und nordamerikanischen Despoten ausgeraubt und verwüstet wurden, fliegen nun glücklich und stolz nach Paris, Berlin, London, Madrid, New York und in andere westliche Städte, um zu lernen und zu studieren, wie sie ihre eigenen Länder regieren sollen.
Niemand empfindet üblicherweise Scham und auch kein Stigma bei einer solch offensichtlichen intellektuellen Prostitution. Viele Opfer träumen noch immer davon, zu werden wie die, die sie erst zu Opfern gemacht haben oder gar noch schlimmer zu werden als diese.

Viele frühere und heutige Kolonien des Westens lauschen gegen Gebühr und ohne eine Miene zu verziehen, den Predigten der Europäer über verantwortungsbewusste Regierungsführung, Bekämpfung von Korruption und Demokratie.

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Die Medienkanäle nicht-westlicher Länder übernehmen Nachrichtenberichte direkt von westlichen Presseagenturen. Sogar lokale politische Ereignisse lassen sie von diesen weisen und überlegenen Europäern und Nordamerikanern erklären statt von den örtlichen Denkern.
Den Einheimischen traut man kaum; nur weiße Gesichter mit polierten englischen, französischen oder deutschen Akzenten nimmt man ernst.

Pervers? Ist das pervers? Natürlich ist es das! Wenn sie zur Rede gestellt werden, geben viele unterwürfige Intellektuelle von Satelliten-Staaten zu, wie krank die kontinuierliche globale Diktatur ist.
Dann stehen sie vom Tisch auf und machen mit dem weiter, was sie schon jahre- oder jahrzehntelang getan haben kurz: mit dem ältesten Gewerbe.

Eine solche Situation ist wahrhaft irrsinnig. Oder sie ist zumindest extrem paradox, bizarr, absurd.
Sogar eine Nervenklinik scheint vernnftiger zu sein als unser geliebter Planet Erde.

Allerdings sind klinische Psychiater und Psychologen selten daran beteiligt, die Neurosen und psychischen Erkrankungen des brutalisierten und kolonisierten Planeten zu analysieren. Sie analysieren so gut wie nie die Übeltäter, ganz zu schweigen davon, dass sie sie als das entlarven, was sie wirklich sind.

Die meisten Psychologen und Psychiater sind damit beschäftigt, nach Gold zu graben: Sie bestärken Menschen in ihrem Egoismus oder dienen gar großen Konzernen, indem sie ihnen helfen, ihre Angestellten besser zu verstehen um sie dann noch effektiver kontrollieren und ausbeuten zu können.
Andere Ärzte gehen so weit, dem Imperium auf direkte Art zu dienen, indem sie helfen, die Milliarden Menschen, die in den Kolonien und neuen Kolonien des Westens leben, zu befrieden.

2015 wurde ich als Sprecher zum 14. Internationalen Symposium des Beitrags der Psychologie für den Frieden eingeladen, das in Johannesburg und Pretoria in Südafrika stattfand. Gastgeber war die legendäre UNISA, die University of South Africa.

Während dieses faszinierenden Aufeinandertreffens führender internationaler Psychologen sprach ich über die Wirkung von Kriegen und Imperialismus auf die menschliche Psyche, hörte aber auch anderen Sprechern aufmerksam zu. Und lernte viel Schockierendes.
So sprach beispielsweise Professor Michael Wessells von der Columbia University, New York, in seiner schaurigen Präsentation Menschenrechte und die Schuld der US-amerikanischen Psychologen: Die Untergrabung des Berufsethos in einer Ära der „verbesserten Verhörmethoden“ über US-amerikanische Psychologen und ihre Teilnahme an der Folter politischer Gefangener.****)

Anstatt die SPS-Diagnosekriterien oder anderer gewalttätiger und gefährlicher Erkrankungen auf das Imperium anzuwenden, helfen viele Psychologen sogar dabei, diejenigen zu foltern, die sich dem inakzeptablen Zustand dieser Welt widersetzen.

Diejenigen, die sich weigern, vom Westen zu lernen, sich in ihn zu verlieben oder ihm zumindest treu zu dienen, werden brutal bestraft. Peitschen treffen auf nacktes Fleisch.
Ganze Nationen werden zerstört, Völkermorde auf allen Kontinenten verübt. Ost-Timor, Afghanistan, Irak: Es hört nie auf.

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Ich folge den Diskursen der US-amerikanischen und besonders der britischen Delegationen, die über Syrien und sogar Russland diskutieren.
Das erinnert mich an den Pandschab in Indien, an diese alten, historischen Fotos von indischen Männern, die von den Briten mit herabgelassenen Hosen aufgehängt und öffentlich ausgepeitscht wurden.
Solche Sachen haben sie über Jahrhunderte getan. Sie mögen das. Es erregt sie ganz offensichtlich.
Das ist ihre Demokratie, ihr Respekt vor den Menschenrechten und vor anderen Kulturen! Wenn sich jemand weigert, seine oder ihre Hosen herunterzulassen, fangen sie die Person ein, vergewaltigen sie und peitschen sie halt danach aus.

Ich erinnere mich auch daran, was mein Freund aus Uganda mir erzählte:

Als die Briten nach Afrika kamen, dahin, was heute Uganda ist, war es immer so, dass ihre Armee unsere Dörfer betrat und zuallererst den größten und stärksten Mann aussuchte. Dann fesselten sie ihn bäuchlings an einen Baum, woraufhin ihn der britische Kommandeur anal vergewaltigte, vor aller Augen. So zeigten sie den Einheimischen, wer nun das Sagen hatte.

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Welch symbolische Kraft!

Wie gesund doch die Kultur ist, die unsere Welt seit Jahrhunderten im Griff hat!

Einer der erschreckendsten Aspekte einer Geisteskrankheit ist, dass der Patient oder die Patientin üblicherweise davon nichts merkt.*****)

Es ist an der Zeit, dass der Rest der Welt den Westen als Geisteskranken behandelt und nicht als Führung der freien und demokratischen Welt!

Wir müssen nachdenken, uns versammeln, eine Strategie dafür entwickeln, wie wir mit dieser unglücklichen nein, schrecklichen! Situation umgehen!

Wenn wir uns weigern, zu verstehen und zu handeln, könnten wir alle als selbstgefällige Diener der perversen Launen eines frustrierten, extrem aggressiven und wahrlich gefährlichen SPS-Patienten enden.

Andre Vltchek ist Philosoph, Romancier, Filmemacher und investigativer Journalist.
Er lebt in Ostasien sowie im Mittleren Osten und verfasste Berichte über Kriege und Konflikte in Dutzenden Ländern.
Drei seiner jüngsten Buchveröffentlichungen sind The Great October Socialist Revolution, ein Tribut an die Oktoberrevolution, Aurora, ein revolutionärer Roman, und Exposing Lies Of The Empire.
Hinzu kommen seine Dokumentation über Ruanda und die Demokratische Republik Kongo mit dem Titel Rwanda Gambit sowie sein Film On Western Terrorism mit Noam Chomsky. Weitere Informationen unter http://andrevltchek.weebly.com/.

Dazu einige wichtige Anmerkungen:

*) C.G.Jung war zwar sehr phantasievoll, aber unterlag leider der Faszination des Nationalsozialismus und ließ sich von ihm völlig vereinnahmen. Er kämpfte gegen die Sexualforschung und missbrauchte statt dessen seine Patientinnen. Da lobe ich mir den zwanghaft-korrekten, die Abstinenz predigenden Sigmund Freud.

***) Die Sadistische Persönlichkeitsstörung ist in ihrer Definition NICHT allgemein anerkannt, so auch nicht in der Internationalen Klassifikation ICD-10. Jähzorn gehrt seltener dazu als Rachsucht. Sie überschneidet sich in der Definition mit der emotional-instabilen und der soziopathischen Persönlichkeitsstörung.

***) Das Buch „Juliette“ von de Sade ist durchaus lesenswert für einen seelisch stabilen Menschen, und beschreibt tatsächlich Menschen, die Freude am Leiden anderer haben, also echte Sadisten. Wer sich heute im Internet auf entsprechenden kriminellen Pornoseiten umschaut – wovon ich selbstverständlich abrate – findet da durchaus Entsprechendes. Und die Beschreibungen de Sades fußen auf Praktiken, die zu seiner Zeit und seitdem weiterhin in herrschenden Kreisen durchaus üblich waren. 

****) Zur Psychologie der Folter und der Verwicklungen von Ärzten und Psychologen darin gibt es ein gleichnamiges Buch von Amnesty International. Ausführlich hat Naomi Klein in ihrem Buch „Die Schock-Strategie“ die Forschungen der US-Geheimdienste zur Psycho-Folter erforscht, die unter dem Namen „Kubark-Projekt“ ca. 1950-1970 in den USA und deren Vasallenstaaten stattfanden. Siehe auch hier: https://josopon.wordpress.com/2015/08/10/der-terrorismus-der-westlichen-welt-teil-2-staatsterrorismus-tyrannei-und-folter/

*****) Die meisten Geisteskranken leiden sehr wohl unter ihrer Fremdheit, haben schwere Ängste und Verzweiflung, viele bringen sich um.
Im Gegensatz dazu ist es gerade das Kennzeichen der soziopathischen oder sadistischen Persönlichkeitsstörung, dass diese Kranken andere leiden lassen, um nicht selbst zu leiden. Für diese Menschen gibt es in Deutschland den sog. Maßregelvollzug.
Regierungsverbrecher
kommen da nur hinein, wenn sie einen Krieg oder eine Herrschaft verloren haben. Eine Wahl zu verlieren langt in Deutschland und andern europäischen Ländern dafür nicht.

Jochen

Alkohol: Obergrenze für risikoarmen Konsum neu definiert: 100g pro Woche!

Jochens SOZIALPOLITISCHE NACHRICHTEN

Das betrifft auch viele Linke, Progressive und solche, die sich dafür halten.
Einige aus meinem Bekanntenkreis haben diese Wochenration schon am Dienstag verbraucht:
https://idw-online.de/de/news692461dkfz logo
Auszüge:

Ein regelmäßiger Konsum von mehr als 100 Gramm Alkohol pro Woche verkürzt das Leben erheblich, wie ein internationales Forscherkonsortium in der neuesten Ausgabe der Fachzeitschrift “Lancet” veröffentlicht.
Wer dauerhaft mehr als zwei Liter Bier oder eine Flasche Wein pro Woche konsumiert, riskiert mehr Schlaganfälle, tödliche Aneurysmen und Herzversagen sowie eine insgesamt höhere Gesamtsterblichkeit.

In der Untersuchung verglichen die Wissenschaftler unter der Leitung von Angela M Wood und John Danesh, Universität Cambridge, die Trinkgewohnheiten von 600.000 Menschen aus 19 Ländern weltweit. An dem Projekt beteiligt waren auch Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum.
Die Daten stammten aus 83 prospektiven Studien, die zwischen 1964 und 2014 Teilnehmer eingeschlossen haben. Bei der Auswertung wurden Alter, Tabakkonsum, Bildungsniveau und Beruf berücksichtigt.

Die Grenze, oberhalb derer die Gesamtsterblichkeit deutlich anstieg, lag bei 100 Gramm Reinalkohol pro Woche. Das entspricht in etwa zwei Litern Bier oder knapp einer 0,75 l-Flasche Weißwein.
Mit steigendem Alkoholkonsum steigt das Sterblichkeitsrisiko: Ein Alkoholkonsum von mehr als 200 g pro Woche verkürzt die Lebenserwartung um ein bis zwei Jahre, ein Konsum von über 350 g pro Woche sogar um bis zu fünf Jahre. *) Überraschenderweise fanden die Wissenschaftler keine nennenswerten Unterschiede zwischen Männern und Frauen in der alkoholbedingten Sterblichkeit.

Mit höherem Alkoholkonsum stieg das Risiko für Schlaganfälle, tödliche Aneurysmen und Herzversagen, tödlichen Bluthochdruck und außerdem die Gesamtsterblichkeit.
Die Forscher beobachteten allerdings auch in dieser Studie das bekannte Phänomen, dass bei moderatem Alkoholkonsum weniger Herzinfarkte auftraten.
Doch insgesamt stellen die Ergebnisse die weitverbreitete Annahme in Frage, dass sich moderates Trinken günstig auf die Sterberate an Herz-Kreislauferkrankungen auswirkt.

„Derzeit variieren die Empfehlungen zum gesundheitlich risikoarmen Alkoholkonsum innerhalb der westlichen Länder erheblich“, sagt Rudolf Kaaks vom Deutschen Krebsforschungszentrum.
„Sinnvoll wäre es, hier weltweit eine Vereinheitlichung anzustreben. Die aktuelle Studie schafft eine gute Grundlage dafür.“

Derzeit definiert die Deutsche Gesellschaft für Ernährung als gesundheitlich unbedenkliche Obergrenze eine Höchstmenge von 140 g pro Woche für Männer und 70 g für Frauen.
In den USA dagegen gelten 196 g pro Woche als Obergrenze, die Briten wiederum raten Männern wie Frauen, wöchentlich nicht mehr als 140 g Alkohol zu sich zu nehmen.

Ein verbreitetes Missverständnis möchte Rudolf Kaaks ausräumen:
„Die Obergrenze ist kein Ziel, das man mit seinem Trinkverhalten anpeilen sollte. Sie darf keinesfalls als Empfehlung missverstanden werden, wöchentlich diese Alkoholmenge zu konsumieren.“

Angela M Wood et al: Risk thresholds for alcohol consumption: combined analysis of individual-participant data on 599,912 current drinkers in 83 prospective studies. The Lancet 2018, DOI: 10.1016/S0140-6736(18)30134-X

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland.
Ansprechpartner für die Presse:

Dr. Sibylle Kohlstädt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Krebsforschungszentrum
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg
T: +49 6221 42 2843
F: +49 6221 42 2968
E-Mail: S.Kohlstaedt
E-Mail: presse
www.dkfz.de

*) Klassisches Gegenargument des unheilbaren Alkoholikers:

„Was wären das für beschissene nüchterne Jahre !“

Jochen

In Bayern schreiben viele Krankenhäuser rote Zahlen: »Oder die Klinik geht ganz vom Netz«

mdb weinberg

mdb weinberg

Harald Weinberg, MdB(Die Linke) mit einem konkreten Vorschlag gegen das Kliniksterben in ländlichen Regionen
https://www.jungewelt.de/artikel/320521.oder-die-klinik-geht-ganz-vom-netz.html
Auszüge:

Bayerns Kliniken stecken zum Teil tief im Minus. Das hat die Zeitung Merkur in der vergangenen Woche berichtet.
Demnach rechnen gegenwärtig 44 Prozent der etwa 350 Kliniken im Freistaat damit, am Ende des Jahres ein Defizit ausweisen zu müssen. Können Sie solche Meldungen noch überraschen?

Nein, diesen Trend beobachten wir schon seit Jahren. Die Krankenhäuser sind immer stärker unter finanziellen Druck und dann ins Defizit geraten.
Dabei sollte man nicht vergessen: Bei einem Klinikum sollten nicht rote oder schwarze Zahlen im Vordergrund stehen, sondern eine vernünftige Gesundheitsversorgung der Patienten. Dafür müssen die Einrichtungen ausfinanziert werden.

Das ist offenbar nicht der Fall. Welche Folgen können die Defizite haben?

Mittelfristig führen sie zur Privatisierung von Häusern, die derzeit von den Gebietskörperschaften getragen werden. Denn diese müssen für die Verluste der Kliniken aufkommen. Wenn nun aber etwa ein Kreiskrankenhaus hohe Defizite aufweist, muss der Kreis, da er nicht selbst über Geld verfügt, die Kreisumlage erhöhen – wobei irgendwann die Bürgermeister, die sie erbringen müssen, den Aufstand proben.
Also entledigt man sich des Problems, indem man das Haus verkauft. Geschieht das nicht, werden bei den entsprechenden Häusern entweder Stationen geschlossen, oder die Klinik geht ganz vom Netz.
Neben einigen anderen Ursachen hat gerade der Kostendruck dazu geführt, dass seit 2009 insgesamt 35 Geburtshilfestationen in Bayern geschlossen wurden. Denn die dort erbrachten Leistungen lassen sich schlecht planen – und sind deshalb besonders vom System der Fallpauschalen betroffen.

Eine Klinik bezieht ihre Mittel aus zwei Quellen: Für Investionskosten, etwa Sanierungen oder den Ausbau von Stationen, kommt das Bundesland auf.
Die Krankenkassen begleichen hingegen die Ausgaben für Personal und medizinische Leistungen; sie rechnen dabei die gewährten Mittel über Fallpauschalen ab. Wo entsteht die Unterfinanzierung?

In beiden Bereichen. Die Bundesländer haben die für Investitionen gewährten Mittel immer weiter heruntergefahren. In Bayern stehen wir im Bundesvergleich noch recht gut da. Doch auch hier werden jährlich nur 650 der eigentlich benötigten 850 Millionen Euro gezahlt.
Dieser Kostendruck auf den Kliniken wird durch das System der Fallpauschalen noch verstärkt. Mit ihm ist im wesentlichen ein Festpreissystem eingeführt worden: Eine bestimmte Prozedur wird in Garmisch genauso vergütet wie in Ansbach. So sollte eine Transparenz hergestellt werden, was die Ausgaben der Kliniken angeht.
Tatsächlich ist in der Folge viel rationalisiert worden. Weil die Häuser über die Fallpauschalen zueinander in Wettbewerb gesetzt wurden, kann es sich keines von ihnen erlauben, nicht in neue medizinische Ausstattung und Sanierungen zu investieren. Da ihnen die Länder dafür nicht genügend Mittel geben, nehmen sie Fremdkapital auf. So entstehen aber im Budget neue Kostenpunkte, Darlehen müssen abbezahlt und Zinsen getilgt werden.
Um das zu schaffen, werden die Einnahmen über die Fallpauschalen herangezogen, die dafür gar nicht gedacht sind. Man finanziert also lieber die Baustelle als das Pflegepersonal.

Einrichtungen, die einem kapitalstarken privaten Klinikkonzern angehören, dürften diesem Druck eher standhalten als kleine Krankenhäuser in Gemeindehand.

Im Prinzip stimmt das, wobei es auch Ausnahmen gibt. Mittlerweile heißt es auch in der politischen Debatte, dass Häuser, die über weniger als 200 Betten verfügen, nicht rentabel geführt werden können.
Betroffen sind also meistens die kleinen Häuser in strukturschwachen Regionen. Wenn sie geschlossen werden, bricht aber viel weg, denn sie sind in der Gegend meist der größte Arbeitgeber. Und gerade für ältere, immobile Patienten verschlechtert sich auch die Gesundheitsversorgung.

Wenn das die Auswirkungen der Fallpauschalen sind, welches Finanzierungssystem würden Sie dann an dessen Stelle setzen wollen?

Die sauberste Lösung wäre es, wenn die Kassen mit den Kliniken Jahresbudgets aushandeln würden. Kommt eine Einrichtung damit nicht aus, wird sie das begründen müssen. Mittel, die nicht verbraucht werden, können ins nächste Jahr mitgenommen werden.
Die Finanzierung über die Fallpauschalen, die nur zu falschen Anreizen geführt hat, wäre damit weg.
Interview: Johannes Supe

Jochen

Hoffnung nach 15 Jahren Wachkoma: Patient reagiert durch Nervenstimulation auf Außenreize

Jochens SOZIALPOLITISCHE NACHRICHTEN

Neurologen ist es durch die gezielte Vagusnervstimulation gelungen, den Bewusstseinszustand eines 35-Jährigen zu heben, der sich 15 Jahre lang nach einem Autounfall im Wachkoma befand. Das Ergebnis stelle, so die Forscher in Current Biology, die allgemeine Überzeugung in Frage, dass Bewusstseinsstörungen, die länger als zwölf Monate andauern, unumkehrbar seien.1,2

https://www.coliquio.de/index.php?base=content&action=user&subaction=mednews&element_uid=3106

Während sich einige Wachkoma-Patienten (auch apallisches Syndrom oder Syndrom reaktionsloser Wachheit) spontan wieder erholen, galt bislang ein Wachkoma von mehr als zwölf Monaten als irreversibel, da wichtige Verbindungen zwischen subkortikalen Zentren und dem Thalamus verloren gehen.3

Ein Team um Martina Corazzol und Angela Sirigu vom Centre National de la Recherche Scientifique in Bron bei Lyon hat jetzt untersucht, ob sich die thalamo-kortikalen Verbindungen durch die Stimulation des Nervus vagus, der das Gehirn mit vielen anderen Teilen des Körpers verbindet, wieder aktivieren lassen. Die Vagusnervstimulation (VNS) wird bereits zur Behandlung von Epilepsie und Depressionen eingesetzt.

Wie die Forscher berichten, zeigte der Patient schon einen Monat nach Implantation eines Vagusnervstimulators deutliche Verbesserungen und Anzeichen dafür, dass er aus seinen vollständigen Wachkomazustand in einen Zustand mit zumindest minimalen Anzeichen von Bewusstsein zurückkehrt. So konnte der Patient beispielsweise einem Gegenstand mit den Augen und mit einer Bewegung des Kopfes folgen. Seine Mutter hatte den Eindruck, dass ihr Sohn wacher sei und zuhöre, wenn ihm jemand ein Buch vorlese. Auch einfache klinische Tests verliefen positiv. Wenn der Untersucher sich mit dem Kopf plötzlich näherte, riss der Patient die Augen auf, als würde er sich erschrecken, beobachteten die Wissenschaftler.

Zudem spiegelten sich die sichtbaren Verbesserungen auch im EEG und in PET-Scans wieder, die nun wieder eine stetige Hirnaktivität in jenen Teilen des Gehirns aufzeigten, die allgemein als Marker für ein vorhandenes Wachbewusstsein gelten.

Die französischen Forscher planen jetzt eine klinische Studie, um den möglichen Nutzen der Vagusnervstimulation an einer größeren Gruppe von Patienten zu untersuchen.

Jochen

Hartz-IV: Schwarze Pädagogik gegen Erwachsene – fortgesetzt durch Detlef Scheele, SPD als neuer BA-Chef

Jochens SOZIALPOLITISCHE NACHRICHTEN

Über dieses Thema arbeite ich schon eine ganze Weile, nachdem ich festgestellt habe, dass fast alle meiner depressiven Patienten Opfer schwarzer Pädagogik sind.
Dieser instituionalisierte Sadismus hate seinen Gipfel in der im Nationalsozialismus propagierten Säuglingserziehung. Es geht um das Brechen des Willens und die Erziehung zum absoluten Gehorsam, wie z.B. von der Psychoanalytikerin Alice Miller in „Am Anfang war Erziehung“ beschrieben.
In Bayern und Baden-Württemberg hat es nach 1945 in der Pädagogik und an den Hochschulen keine konsequente Entnazifizierung und keinen Neuanfang gegeben. Selbst heute 20jährige erzählen mir noch, dass sie darunter leiden mussten.

Diese Pädagogik, die Abrichtung zum Untertanen, wie schon von E.A.Rauter in den 1970er Jahren in „Wie eine Meinung in einem Kopf entsteht“ (hier das Video:https://www.youtube.com/watch?v=ntIKo8XNiag),
findet ihre Fortsetzung im Schulwesen, wie von Freerk Huisken beschrieben hier im Video: https://www.youtube.com/watch?v=yO6l9gSTH24
und weiter in der allgemeinen Propaganda, Meinungsmache und Staatsverdummung, wie von Albrecht Müller und Prof.Rainer Mausfeld beschrieben, z.b. hier: https://www.youtube.com/watch?v=Rk6I9gXwack

Hannemann

Und, wie hier die Initiative gegen Hartz und auch schon in Inge Hannemanns Buch „Die Hartz-IV-Diktatur beschrieben, als institutionalisierter Sadismus in den Jobcentern: http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-schwarze-paedagogik-gegen-erwachsene.php.

Wie unten noch näher erklärt, blüht den Arbeitslosen auch nach dem Führungswechsel bei der Bundesanstalt f.Arbeit weiterhin eine „fürsorgliche Belagerung“!

Auszüge:

Schwarze Pädagogik bezeichnet eine überkommene Vorstellung von Erziehung, in der Kinder zu „ihrem Besten“ wortwörtlich geprügelt wurden: Zwang und körperliche Strafen, Ohrfeigen als Allheilmittel, Schläge mit dem Rohrstock auf den nackten Hintern dienten dazu, Kindern „anständiges Verhalten“ beizubringen.

Vorauseilender Gehorsam
Als „brav“ galten die Gewaltopfer, wenn sie abends die Hände auf der Bettdecke falteten, keine kritischen Fragen stellten und den Tätern in voraus eilendem Gehorsam zu Diensten waren. Diese autoritäre Erziehung gilt als ein wesentlicher Nährboden des Hitler-Regimes.

In moderner Pädagogik No Go
In der modernen Pädagogik gilt diese Erziehung durch psychische und physische Gewalt nicht nur als überholt, sondern als absolutes No-Go: Die Kinder werden traumatisiert, sie entwickeln keine eigene Identität, und psychische Störungen sind die Folge.

Jobceter setzen auf Entmündigung
Bei den Jobcentern feiert die autoritäre Erziehung indessen ein Comeback, auch wenn die Mitarbeiter auf körperliche Gewalt verzichten (müssen). Dafür sind die psychischen Zwangsmaßnahmen und die Entmündigung Erwachsener umso deutlicher. So stellten die Jobcenter Regeln für „gesunde Lebensführung“ auf und fordern die Hartz-Betroffenen auf, ihren Lebensstil zu ändern.

Mythos gesunde Lebensführung
Dahinter steckt erst einmal die meist falsche Vorstellung, dass die Hartz-IV Abhängigen selbst schuld an ihrer Misere seien: Wenn sie mehr Sport treiben würden, weniger Fast Food äßen, früh ins Bett gehen, nicht rauchten oder Alkohol tränken, fänden sie schon wieder einen Job. Hier spiegelt sich die ebenso autoritäre wie politisch opportune Propaganda, dass nicht etwa die radikale Ausbeutung, der Abbau des Sozialstaats oder generell die fehlenden Jobs die Ursachen der Erwerbslosigkeit seien, sondern unterstellte Defizite der Betroffenen.

Kein Respekt für Menschen
Wer in Hartz IV rutscht, für den gelten offen sichtlich Mindeststandards an Privatheit nicht mehr, die im Berufsleben selbstverständlich sind. Einen Arbeitgeber hat das Privatleben eines Arbeitnehmers nicht zu interessieren, insofern es sich nicht direkt auf die Arbeit auswirkt.

Das heißt: Er kann, darf und muss eingreifen, wenn der Arbeitnehmer zum Beispiel betrunken zur Arbeit erscheint. Ob der Lohnabhängige aber in seiner Freizeit ins Kraftstudio geht oder auf dem Sofa liegt, Brokkoli oder BigMc isst, geht ihn einen feuchten Kehrricht an. Die Jobcenter nehmen hingegen die Hartz-Abhängigen in die Pflicht: In so genannten motivierenden Gesundheitsgesprächen ermahnen sie die Betroffenen, Sport zu treiben oder sich ausgewogen zu ernähren.

Angst vor Sanktionen
Dabei haben sie das Mittel in der Hand, Sanktionen zu verhängen, wenn die Betroffenen nicht „kooperieren“. Die Erwerbslosen können die Angebote „zur Verbesserung ihrer Gesundheit zwar ablehnen“, doch diakonische Verbände stellen fest, dass die Jobcenter dies nicht hinreichend vermittelten.

Vielmehr seien viele Betroffene so eingeschüchtert, dass sie alles machen, was das Jobcenter „anbietet“, aus Angst, sonst Probleme zu kommen. Da die Sanktionen dazu führen können, dass die Bestraften hungern und frieren, ist die Angst nur zu berechtigt.

Krank macht die Erwerbslosigkeit
Zudem belegen diverse Studien, dass die Erwerbslosigkeit und das Hartz-System selbst Lebensprobleme erst verursachen. Mit anderen Worten: Hartz-IV Betroffene leiden nicht deswegen an Angststörungen, Depressionen oder Suizidgedanken, weil sie zu wenig joggen, sondern, weil sie im Hartz-IV-System gefangen sind.

Während die Jobcenter „Gesundheit“ im Sinne von Sport und ausgewogener Ernährung propagieren, achteten sie, laut den Diakonien, kaum darauf, die soziale Teilhabe der Betroffenen zu verbessern, wobei die soziale Isolation viele Erkrankungen befördert.

Opfer sind selbst schuld?
Die Jobcenter deuten in klassischer Tradition der schwarzen Pädagogik das gesellschaftliche Problem der Erwerbslosigkeit in ein individuelles Problem der erwerbslosen Menschen um – Opfer werden zu Schuldigen gemacht. (Dr. Utz Anhalt)

Übrigens: Unser „sozialer“ SPD-Schulze hat sich ganz ausdrücklich für die Beibehaltung der Sanktionen ausgesprochen. Auch er ein Opfer schwarzer Pädagogik ?

Nachtrag, gefunden im neuen Thomè-Newsletter:

Neuer BA – Chef Detlef Scheele will „Verfolgungsbetreuung“ von SGB II – Beziehern


Zum 1. April 2017 ist SPD Mitglied Detlef Scheele neuer BA Chef geworden. Er hat in seinem Antrittsinterview klar die Richtung aufgezeigt, wo er bei der SGB II-Leistungsgewährung hin will. Er befürwortet eine „fürsorgliche Belagerung“ und dass der Fallmanager den „Arbeitslosen und seine Familie öfter sehen solle“.
Mit anderen  Worten: Verfolgungsbetreuung. Nicht Fördern, sondern den Druck weiter erhöhen und wo es geht aus dem Leistungsbezug raus drängen, denn die „Vermittlungszahlen sind deutlich anstiegen, wenn die Kontaktdichte sich erhöhe“. 

Auch spricht sich Scheele gegen eine „Rückabwicklung“ der Arbeitsmarktreformen aus.
Wer mit solchen Hardliner-Positionen antritt, macht klar wie die SGB II – Leistungsgewährung die nächsten Jahre aussehen wird.

Näheres dazu: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/detlef-scheele-neuer-ba-chef-setzt-bei-hartz-iv-empfaengern-auf-fuersorgliche-belagerung-a-1141331.html

Und noch einmal in eigener Sache, für die Leute aus dem Kreis Donau-Ries und Umgebung:

Logo_Offene_LinkeDas „Soziale Forum / offene Linke“ gründet sich am Dienstag, 4.April, in Nördlingen als Verein

Wir als Sozial Engagierte, Pazifisten, Linke, Grüne, Christen, Gewerkschafter und ehemalige Sozialdemokraten wollen das „Soziale Forum / offene Linke“ als einen überparteilich fungierenden Verein begründen, der zu Begegnungen einlädt zwischen einerseits sozial engagierten Bürgern, die über Mildtätigkeit und Barmherzigkeit hinausgehend politisch arbeiten wollen, andererseit sozial Bedürftigen, die aus der Rolle des Bittstellers herauswachsen wollen. Er soll Möglichkeit zu Gesprächen auch über politische Inhalte und zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch bieten.
Darüber hinaus wollen wir Angebote zur politischen Weiterbildung, zum Umgang mit Behörden wie Jobcenter und Versicherungen, zum Aufdecken von politischer Manipulation und Meinungsmache geben.

In gemeinsamen Aktionen kann Solidarität erlebt und die Gefühle von Vereinzelung, Ohnmacht und Resignation überwunden werden, um der sozialen Ausgrenzung und systematischen Verarmung entgegen zu wirken.

Auch in der Kommunalpolitik möchten wir uns zu Wort melden und setzen uns unter dem Motto „Das muss drin sein !“ z.B. für sozial verträglichen bezahlbaren Wohnraum und für eine Leerstandsabgabe sowie für die Rekommu­nalisierung der gemeinnützigen Kommunalunternehmen wie Krankenhäuser und Heime und die Wiedereingliederung der mit Lohnverlust ausgelagerten Beschäftigten ein, um die Kaufkraft im Kreis wieder zu stärken. Ebenso sind wir für einen Ausbau des ÖPNV.

Wir treffen uns um 19:30 am Dienstag im Hotel zur Goldenen Rose, Baldinger Str. in Nördlingen und freuen uns über jeden, der mitmachen möchte.

Jochen