Nachlässigkeit war Ursache für Fukushima-Super-GAU in Japan

Jochens SOZIALPOLITISCHE NACHRICHTEN

IPPNW-logoDas bedeutet das Ende der Atomkraftwerke in Japan. Wenn man es ernst nimmt, auch vieler weiterer AKW in Europa, z.B. denen hier über der Fessenheim-Spalte.
Näheres hier:
https://www.ippnw.de/atomenergie/gesundheit/artikel/de/fukushima-gesundheit.html
Auszüge:

Mutierte-Gaensebluemchen

Nach Fukushima: Mutierte Gänseblümchen

Ein Gericht in Japan hat dem AKW-Betreiber TEPCO und den japanischen Behörden Nachlässigkeit im Umgang mit bekannten Sicherheitsrisiken an den AKW-Standorten in Fukushima vorgeworfen und ein wegweisendes Urteil erlassen, das nachhaltige Folgen für die Zukunft der Atomenergie in Japan haben könnte.

Seit nunmehr sechs Jahren prozessieren in Japan Betroffene der Atomkatastrophe von Fukushima gegen die Betreiberfirma TEPCO und die japanischen Atomenergiebehörden. Der Untersuchungsausschuss des japanischen Parlaments hatte 2011 von einer „menschengemachten“ Katastrophe gesprochen und Korruption sowie illegale Absprachen zwischen der japanischen Atomindustrie, den Aufsichtsbehörden und der Politik fr den mehrfachen Super-GAU in Japan verantwortlich gemacht.

Letzten Monat fiel nun ein erstes wegweisendes Urteil in einer Klage von 137 BürgerInnen vor dem Maebashi Gericht der Präfektur Gunma.
Die Richter erklärten am 17. März, dass sowohl TEPCO als auch die japanische Regierung sich des Risikos eines großen Erdbebens und eines Tsunamis bewusst waren, die wissenschaftlichen Erkenntnisse jedoch ignorierten und notwendige Schutzmaßnahmen unterließen, welche die Atomkatastrophe eventuell hätten verhindern können. Das Gericht erkannte somit die Haftbarkeit der staatlichen Behörden und der Betreiberfirma TEPCO für die Folgen der Kernschmelzen an.

Die Richter zitierten für ihr Urteil eine Einschätzung der japanischen Regierung von 2002, die eine 20% Wahrscheinlichkeit für ein Seebeben der Stärke 8 oder höher in den Jahren 2002-2032 feststellte.
Zudem wurde ein TEPCO-Bericht zitiert, der die Möglichkeit einer 15,7 Meter hohen Tsunamiwelle am AKW-Standort diskutierte.
Das Gericht kam zu dem Schluss, dass TEPCO auf der Basis dieses Wissens effektive Schutzmaßnahmen hätte einrichten müssen, und stellt weiter fest, dass es die Verantwortung der Regierung gewesen wäre, die Betreiberfirma zu diesen Schritten zu verpflichten und deren Installation zu überwachen.

Das Urteil könnte Auswirkungen auf die noch ausstehenden Gerichtsverfahren in Japan haben. Insgesamt laufen derzeit 29 zivilrechtliche und strafrechtliche Verfahren in insgesamt 18 Präfekturen. An diesen Klagen sind mehr als 10.000 betroffene BürgerInnen beteiligt, die Schadenssummen umfassen mehr als 46 Milliarden Euro.
Auch die öffentliche Meinung zur Atomenergie dürfte durch das Urteil und seine Implikationen einen weiteren Dämpfer erhalten. Schon jetzt sprechen sich in einer repräsentativen landesweiten Umfrage der Mainichi Shimbun Tageszeitung 55% aller Befragten gegen eine Rückkehr zur Atomenergie aus, während lediglich 26% eine solche befürworten.

Zudem ist zu erwarten, dass die Verfahren zum Hochfahren stillgelegter Atomkraftwerke ebenfalls von dem Urteil des Gerichts in Gunma beeinflusst werden könnten. Derzeit befinden sich nur 3 der insgesamt 54 japanischen Atomreaktoren am Netz: Reaktoren 1 und 2 des AKW Sendai in der Präfektur Kagoshima und Reaktor 3 des AKW Ikata in der Präfektur Ehime.
Wenn künftig verstärkt seismologische Daten in die Verfahren zur Erteilung von Betriebsgenehmigungen einbezogen werden sollten, wrde dies das Ende der japanischen Atomindustrie bedeuten denn das Risiko von Erdbeben und Tsunamiwellen besteht an allen japanischen AKW-Standorten.

Dr. med. Alex Rosen

Quellen:

Siehe auch: https://josopon.wordpress.com/2015/07/26/nach-nuklearkatastrophe-mutierte-gaensebluemchen-in-japan-entdeckt-2/

Jochen

Nach Nuklearkatastrophe: Mutierte Gänseblümchen in Japan entdeckt

Mutierte-GaensebluemchenPflanzen sind enorm groß und haben ungewöhnliche Blüten

https://de.nachrichten.yahoo.com/mutierte-g%C3%A4nsebl%C3%BCmchen-in-japan-entdeckt-103538185.html

Vier Jahre nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima sind die Schäden in Japan noch immer sichtbar. Ein Twitter-Post von befremdlich aussehenden Korbblütlern schockt nun die Internetgemeinde.

In der japanischen Stadt Nasushiobara hat ein Twitter-Nutzer namens „San_kaido“ ein beunruhigendes Foto von Gänseblümchen gemacht. Auf seiner Aufnahme, die er sogleich im Netz teilte, sind die weißen Blätter der Korbblütler extrem groß. Außerdem ist der gelbe Mittelteil nicht wie üblich klein und rund, sondern vielmehr in die Länge gezogen.

In Fachkreisen wird eine derartig ungewöhnliche Wuchsform Verbänderung oder Fasziation genannt. Der Teilungsprozess bei der sich entwickelnden Pflanze bleibt in seltenen Fällen unvollständig, weshalb sich das Gewebe nicht zylindrisch, sondern band- oder kammförmig ausbildet. Die mutierten Blüten sowie die abnorme Größe der Gänseblümchen gehen auf die Nuklearkatastrophe von Fukushima zurück. Bei den Pflanzen entstand dadurch eine hormonelle Unausgeglichenheit. Zu dem Bild folgt von „San_kaido“ die Erklärung: „Die atmosphärische Messung beträgt einen Meter über dem Boden 0.5 μSv/h.“ Eine radioaktive Strahlung besteht also immer noch.

Im März 2011 kam es in Fukushima in drei Reaktorblöcken zu Kernschmelzen, nachdem ein schweres Erdbeben die japanische Region heimgesucht hatte. Auch das Grundwasser wurde bei dem nuklearen Unfall verunreinigt und brachte so auch mutiertes Obst und Gemüse hervor, wie „ibtimes.co.uk“ berichtet. Der Ort Nasushiobara, an dem das Foto vom Gänseblümchen aufgenommen wurde, ist rund 110 Kilometer von Fukushima entfernt.