Die Hartz-IV-Diktatur

Gut, dass Sie damals stand gehalten haben. Ihr Beispiel ist ein Ansporn für alle anderen.

altonabloggt

Aus „Die Hartz-IV-Diktatur“

Immer wieder werde ich von Journalisten gefragt, ob es ein einschneidendes Erlebnis im Jobcenter gab, das mich dazu bewegte, an die Öffentlichkeit zu gehen. Die Antwort lautet: Es gab viele einschneidende Erlebnisse. Diese Eindrücke sammelten sich über die Jahre an und bewirkten, dass mein eigener innerer Druck so groß wurde, dass er auf irgendeine Weise abgebaut werden musste. Und hier kommt meist die zweite Frage: Warum haben Sie das Jobcenter nicht von sich aus verlassen und einen neuen Job gesucht? Auch diese Frage ist berechtigt. Die Antwort lautet: Ein sinnvoller Widerstand muss in meinen Augen von innen und außen kommen sollte. Von innen heraus, um Glaubwürdigkeit zu schaffen und das, was die Erwerbslosen und deren Bedarfsgemeinschaften seit vielen Jahren kritisieren, zu untermauern. Lange Zeit verfolgte ich, was in den unterschiedlichsten Foren, Blogs oder in den Sozialen Netzwerken beklagt wurde. Gleichzeitig beobachtete ich, dass Kritik selbst von Seiten…

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Riester- und Rürup-Produkte: Intransparenz oder Inkompetenz? Irreführende Information durch Vers icherer

Jochens SOZIALPOLITISCHE NACHRICHTEN

Aktuelle Mitteilung von Holger Balodis und Dagmar Hühne
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Transparenz wird ja oft für die Lösung des Problems gehalten. So auch bei den überhöhten Kosten der Lebens- und Rentenpolicen und damit auch von Riester- und Rürup-Produkten.
Würden die Kosten klar benannt, so glauben Marktpuristen, reagierten Kunden wie Anbieter umgehend: die preiswerteren Produkte würden nachgefragt und als Folge davon die Preise allgemein sinken.
Leider ist das ein frommer Wunsch. Tatsächlich wird das bei sogenannten „Push“-Produkten, die nicht per se nachgefragt sondern mit der Vertriebskraft von 250.000 Vermittlern in den Markt gedrückt werden, nicht klappen. Dank hoher Provisionen verkauft sich eben „teuer“ auch weiterhin besser als „billig“.
Aber Kostentransparenz wäre natürlich trotzdem schön. Und die Bundesregierung hat sie ja bei Versicherungen auch versprochen: So soll ab kommendem Jahr jeder Kunde vor Vertragsschluss eine Gesamtkostenquote genannt bekommen. Die wird voraussichtlich bei vielen Versicherern bei unter einem Prozent liegen.
Das dürfte den Verbraucher eher in die Irre führen als ihn zu informieren. Denn natürlich liegen die Kosten nicht nur bei einem Prozent seiner Einzahlungen, sondern ein Vielfaches höher. Das kann er aber mit der neuen Kennzahl nicht erkennen.
In Wirklichkeit ist die neue Kennzahl gar kein Maß für die Kostenhöhe, sondern ein Maß für die Renditeminderung durch Kosten. Und so wie sie berechnet wird, ist sie für allerlei Manipulationen anfällig.
Wie unsauber damit verfahren wird, zeigt auch die jüngste „Information“ durch den Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV).
Im Verbandsblatt „Positionen“ wird die neue Kennzahl erklärt. Leider werden dabei – und das ist nicht unerheblich – Prozente mit Prozentpunkten vertauscht.
Ein Rechenbeispiel: Sinkt die Rendite durch den Einfluss von Kosten von 2 Prozent auf 1 Prozent, so beträgt die Differenz korrekt ausgedrückt: 1 Prozentpunkt. Nach GDV– Lesart wäre es nur 1 Prozent. Tatsächlich sinkt die Rendite in diesem Fall aber um 50 Prozent!
Doch so deutlich will man das den armen Kunden wohl nicht auf die Nase binden.
Ist die, sagen wir „missverständliche“ Darstellung nun eine neue Form der Intransparenz oder einfach nur Inkompetenz?

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