WAS IST LOS AUF DER KRIM? Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz

Jochens SOZIALPOLITISCHE NACHRICHTEN

Schade, dass diese intelligente und weit blickende Frau nicht mehr in der ARD zu Wort kommt.
Hier stellt sie ausgewogene Fragen:
http://russlandkontrovers.de/was-ist-los-auf-der-krim/
krone schmalz

Auszüge:

Moskau spricht von Sabotageversuchen an der Grenze zur Ukraine. Es sei zu Gefechten gekommen, die zwei Menschen das Leben gekostet hätten (andere Quellen sprechen von vier Toten, zwei auf jeder Seite). Nach einer Großfahndung habe man Verdächtige festgesetzt und insgesamt vierzig Kilogramm Sprengstoff beschlagnahmt.

Kiew bestreitet jede Beteiligung an diesem Vorfall, hält das Ganze für eine russische Provokation als Vorwand für weitere Aggressionen gegen die Ukraine und versetzt die Streitkräfte in Alarmbereitschaft.

Das ist das, was man hört. Gesichert ist bislang nichts. Doch die Schuldigen stehen bereits fest. Die Russen, wer sonst? Das kann ja sein. Aber wäre es nicht sinnvoll, den Dingen zunächst auf den Grund zu gehen?

Aus der Ferne gibt es dazu zwei Methoden. Als erstes die Analyse von Interessen. Wer profitiert von dem, was da gerade passiert?
In der Kriminalistik – stellenweise durchaus vergleichbar mit journalistischer Arbeit – nennt man das die Suche nach einem Motiv. Es gilt, die Plausibilität von denkbaren Möglichkeiten zu überprüfen.

Die zweite Methode besteht darin, Fragen zu stellen, selbst wenn man weiß oder mit Recht vermuten kann, dass man keine Antworten darauf bekommt. Aber besser Nachdenklichkeit statt Kriegsgeschrei.

Von den verschiedensten Seiten wird bestätigt, dass es in den letzten Monaten im Norden der Krim, also an der Grenze zur Ukraine, ruhig war. (Im Süden, in den Tourismuszentren sowieso.) Tausende von Ukrainern sind auf die Krim gefahren, um dort Verwandte und Freunde zu besuchen. Das funktioniert ja ganz einfach ohne Visum. Also eine Art Normalität.

Die Krimtataren, die Ende vergangenen Jahres Strommasten gesprengt und damit die Versorgung der Krim lahmgelegt hatten, sind auch zurückhaltender geworden. Ihre Straßensperren, mit denen sie im letzten Herbst versuchten, ukrainische Waren an der Grenze zur Krim zu stoppen, kamen selbst bei der ukrainischen Bevölkerung nicht gut an. Sie haben damit aufgehört. Es spricht bisher nichts dafür, dass Krimtataren hinter diesem Vorfall stecken.

Wollte Kiew Unruhe stiften, um den kleinen Grenzverkehr zu torpedieren? Wollte Moskau ein Signal an das bevorstehende Normandie-Treffen senden, damit die westlichen Teilnehmer mehr Druck auf Kiew ausüben, das Minsk II Abkommen ernst zu nehmen und dessen Bedingungen zu erfüllen?

In der russischen Presse werden verschiedene Varianten durchgespielt.

Kiew wolle mit solchen Aktionen von den gewaltigen innenpolitischen Problemen der Ukraine ablenken, heißt es da.
Aber auch eine mögliche Provokation durch örtliche russische Geheimdienstfunktionäre, die sich mit ihrer Sabotagegeschichte wichtig machen wollen, wird nicht ausgeschlossen.

Vieles ist denkbar. Nichts ist bewiesen.

Das hindert einige Leitmedien bei uns aber nicht, nachdrücklich vor einer drohenden russischen Invasion der Ukraine zu warnen, kombiniert mit der Forderung nach einer härteren Gangart des Westens.

Was soll das? Wem nützt es? Warum haben es besonnene Stimmen, die es ja gibt, so schwer, an exponierter Stelle zur Kenntnis genommen zu werden?

Kritische Berichterstattung und Besonnenheit – das ist kein Widerspruch.
Es gibt ein paar eherne Regeln für guten Journalismus: so neutral wie möglich Fakten zu sammeln, Realität als Prozess und nicht als Momentaufnahme zu schildern, sich nicht auf eine Seite zu stellen, aber sich immer in die Lage derer zu versetzen, über deren Lebenswirklichkeit man berichten will.

Die Kriegsgefahr war seit der Kubakrise nie so groß wie jetzt. Vor allem durch Situationen, die aus dem Ruder laufen, die nicht mehr eingefangen werden können, weil Begriffe wie „Gesichtsverlust“ und das Denken in schwarz/weiß-Kategorien sowohl politisches Handeln als auch Berichterstattung bestimmen.
Was ist in unserer pluralistischen Gesellschaft passiert, dass politische Entscheidungsträger ihre tatsächliche Einschätzung für sich behalten und mit dem Strom schwimmen, aus Sorge andernfalls medial hingerichtet zu werden und dann gar nichts mehr bewegen zu können?

Was ist los auf der Krim? Als Mediennutzer möchte ich darüber so umfassend wie möglich aufgeklärt werden. Und wenn sich bestimmte Vorgänge nicht aufklären lassen, dann möchte ich das so gesagt bekommen. Vermutlich aber wird es laufen wie gewohnt: es wird im Fokus stehen, dass Russland Militärgerät auf die Krim bringt, inklusive Raketenabwehrsysteme, und die Vorgeschichte wird keine Rolle spielen.

Einen leichten Hoffnungsschimmer gibt es: neuerdings fordern die USA und andere westliche Akteure beide Seiten – Moskau und Kiew – zur Deeskalation auf. Spät und hoffentlich nicht zu spät.

Gabriele Krone-Schmalz, 13.8.2016

Jochen

Berliner Regierung duldet und stützt Terror aus Kiew

Jochens SOZIALPOLITISCHE NACHRICHTEN

Zum Wundern: Warum fliehen die Ostukrainer ausgerechnet in das Reich des Bösen Putin ?
Näheres hier: http://www.rationalgalerie.de/home/abstimmung-mit-den-fuessen-in-der-ukraine.html
Dort auch treffende Kommentare.
Auszüge:

Abstimmung mit den Füßen in der Ukraine

Ulrich_GellermannAutor: U. Gellermann

Datum: 06. August 2014

Seit Monaten erwecken die Bundesregierung und die ihr angeschlossenen Medien den Eindruck, in der Ost-Ukraine wären es wesentlich pro-russische „Terroristen“, die eine friedliche Entwicklung in der Ukraine verhinderten. Jetzt stimmt die Bevölkerung im Osten der Ukraine mit den Füßen darüber ab, woher der Terror gegen sie kommt: Aus Kiew.
Denn, wie das UN-Flüchtlingskommissariat mitteilt, sind seit Jahresbeginn 730.000 Menschen aus dem umkämpften Gebiet geflohen. Und nicht in Richtung des angeblich so demokratischen Kiew, dem der Westen noch schnell ein EU-Assoziierungsabkommen umgehängt hatte wie einen Orden.
Jeden Tag wächst die Zahl der Flüchtlinge um 1.200 an. Und sie fliehen nach Russland.

Nach der Logik von USA und EU fliehen die Ost-Ukrainer natürlich in die falsche Richtung. Denn glaubt man den Unsinn, den die Mainstream-Medien verbreiten, dann sind Putin und die Seinen schuld an der Lage im Donbass. An dieser Auffassung konnte weder die Unterdrückung des Russischen, der Muttersprache der Ostukrainer, noch die Drohung der verrückten, aber in Kiew durchaus koalitionsfähigen Julia Timoschenko etwas ändern, die in einem Telefonat empfahl die „acht Millionen Russen auf dem Territorium der Ukraine“ am besten „mit Atomwaffen“ zu erschießen.
In die „falsche Richtung“ flohen jüngst auch mehr als 400 ukrainische Soldaten: Über die Grenze nach Russland, um nicht auf die eigenen Leute schießen zu müssen.
„Rätselhaft“ fanden das die wenigen deutschen Medien, die diese Desertion überhaupt meldeten. Aber es waren natürlich nicht die ersten Soldaten der regulären Armee, die den Kiewer Befehl auf die Menschen in der Ost-Ukraine zu schießen verweigerten.

Die Gönner der Kiewer Regierung in Berlin, die immer noch mit langen Fingern in Richtung Russland zeigen wenn es um den Absturz des malaysischen Flugzeuges geht, wundern sich nicht einmal darüber, dass das Regime zwar alle zwei Tage irgendwelche Waffenstillstände verspricht, damit die internationalen Experten die Absturz-Stelle untersuchen können, um dann aber, wie auch gestern, erneut das Dauerversprechen zu brechen. Weil wieder einmal versucht wurde ausgerechnet diese Gegend zu erobern.
Weder die EU, noch die deutsche Regierung oder deren Medien fordern bisher nachdrücklich den Funkverkehr zwischen der malaysischen Maschine und dem Kiewer Tower an, aus dem man Rückschlüsse auf die Verantwortung für den Absturz ziehen könnte.
Statt dessen lassen sie zu, dass an der Absturzstelle Spuren im Gefolge von Kriegshandlungen beseitigt werden können.

Während die deutsche Bundesregierung weiter so tut als wäre nichts, schweigt der deutsche Botschafter in Kiew, Christof Weil, vornehm.
Dabei hätte der Diplomat – ein Mann der lange im NATO-Referat des Auswärtigen Amtes und weitere vier Jahre im Internationalen Sekretariat der NATO in Brüssel tätig war – viel zu erzählen. Zum Beispiel darüber, was er denn im letzten Jahr genau mit Oleh Tiahnybok, dem Chef der ukrainischen Nazi-Partei „Swoboda“ beraten hat.
Die „Swoboda“ selbst kommentierte diesen höchst anrüchigen Kontakt so: Es sei dabei um das Assoziierungsabkommen mit der EU gegangen und um „Auswege aus der politischen Krise“, dabei sei auch erwähnt worden, das „anti-ukrainische Regime“ Janukowitsch könne gekippt werden.
Nach einem kurzen Zwischenstop der Swoboda-Spitze bei der deutschen NPD führten die Nazi-Ukrainer später eine Serie von Gesprächen mit den Botschaftern Litauens, der USA Tschechiens, Ungarns, Israels und Dänemarks.

Ort um Ort, Stadt um Stadt, zivile Ziele also, werden von den Poroshenko-Truppen unter Beschuss genommen. Zwischendurch beschießt die Kiewer „Nationalgarde“ mal einen Bus mit unbewaffneten Flüchtlingen und deren Kindern aus der Stadt Schachtjorsk oder marodiert in Orten, die den deutschen Medien unbekannt sind und die sie nicht kennen lernen wollen, wie Krasnogorowka und Staromichailowka. In der ostukrianichen Stadt Lugansk sind, dank des Terrors aus Kiew, 250.000 Menschen ohne Wasser und Strom, teilten die örtlichen Behörden mit. Sie sprachen von einer „humanitären Katastrophe“.
Auch wenn die deutschen Medien keine Bilder liefern, berichtet die UNO und deren Weltgesundheitsorganisation, dass seit dem Beginn der „Antiterroristischen Operation“ in der Ukraine 1.129 Zivilisten getötet wurden.
Aus Berlin kein Ton, kein Protest, kein Eingreifen.
Das offizielle, das öffentliche Deutschland macht sich schuldig. Diese Sorte Deutschland paktiert mit Faschisten.
Gods_Own_CountryDieses Deutschland deckt den Terror gegen die Bevölkerung in der Ost-Ukraine durch Schweigen, Wegsehen und diplomatische Billigung.
Dieses schmutzige Stück Deutschland riskiert gnadenlos einen Krieg mit Russland.
Für was? Für die USA.

Beziehungsweise für die Gas- und Ölkonzerne aus USA und Kanada, bei denen der Sohn des Vizepräsidenten Biden einen hoch bezahlten Posten hat.
Über Kommentare auf meinem Blog hier würde ich mich freuen.
Jochen