Die große Konfusion der großen Koalition

Was bleibt jenseits der Illusionen ?

politische Analyse

Jamaika ist gescheitert. Damit steht die Regierungsbildung in Deutschland wieder da, wo sie am Wahlabend gestanden hatte. Nur für die SPD ist die Lage noch schwieriger geworden. Nach den vollmundigen Erklärungen ihres Vorsitzenden Schulz muss sie nun die Rolle rückwärts schaffen. Wie erklärt die SPD nun ihren Mitgliedern, den Wählern und der Welt, dass ihr Geschwätz von gestern sie heute nicht mehr interessiert? Oder beugt sie sich wieder dem Grundsatz, dass das Wohl des Staates über dem der Parteien und der Bürger steht?

Es schien doch alles so einfach nach der verlorenen Wahl. Statt der Analyse der politischen Wirklichkeit blies Schulz zum Aufbruch in Hoffnung machende Traumwelten. Die Große Koalition war schuld an den Verlusten der SPD. Heil und politischer Neuanfang sollten gesucht und vor allem gefunden werden in der Opposition. Hatte noch vor nicht allzu langer Zeit ein anderer großer Vorsitzender das Verständnis und politische Weltbild der SPD mit…

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Vermögen so hoch wie nie: Deutsche besitzen 5,3 Billionen Euro – WIEVIEL DAVON GEHÖRT DIR ???

Jochens SOZIALPOLITISCHE NACHRICHTEN

Ja, DEUTSCHLAND geht es gut !

Das erzählt uns der SPIEGEL.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/deutsche-sitzen-auf-5-3-billionen-euro-a-1102998.html
Wer ist damit gemeint ? Geht es DIR gut ?

Passend dazu heute auch noch der MONITOR-Beitrag: http://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/deutschlands-reiche-100.html

 

Erklärung: Die orange Kurve zeigt die nach der Theorie ohne Umverteilung mögliche Lohnerhöhung (Produktivitätszuwachs+Inflationausgleich).
Alles, was darunter liegt, ist Umverteilung zu Gunsten der Arbeitgeber. (aus Flassbeck, Makroskop)

SPIEGEL: Trotz der niedrigen Zinsen ist das Geldvermögen der Deutschen Ende 2015 auf einen Rekordwert gestiegen.

Im Vergleich zum Vorjahr lag es um knapp fünf Prozent höher bei 5,3 Billionen Euro, wie der private Bankenverband BdB mitteilte.

Die Sparer seien weiter sehr risikoscheu, hieß es. Den größten Anteil am Geldvermögen bilden demnach mit gut zwei Billionen Euro die Ansprüche an Lebensversicherungen, Pensionskassen und andere Altersvorsorgeeinrichtungen.
Mehr als 1,9 Billionen Euro horten die Deutschen demnach auf Spar-, Sicht- und Terminkonten, die kaum noch Zinsen bringen.

Aktien summierten sich nur auf insgesamt 342 Milliarden Euro und stiegen damit zwar dank Kursgewinnen im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent.
Der Aktienanteil am gesamten Geldvermögen der privaten Haushalte habe sich mit gut sechs Prozent aber nicht verändert.

Mit einem Plus von gut zehn Prozent seien auch die Bargeldreserven kräftig gestiegen. Dies könnte laut BdB eine Folge der Niedrigzinspolitik sein, die dazu führe, dass Anleger allenfalls nur noch einen marginalen Zins für risikoarme Anlagen bekommen.
Allerdings beträgt der Anteil des Bargelds am gesamten Geldvermögen nur knapp drei Prozent.

MONITOR: Neue Daten über die Einkommen der reichsten Deutschen zeigen: Die Schere zwischen Arm und Reich geht in Deutschland deutlich weiter auseinander, als es die offiziellen Statistiken bisher ausweisen.

Bei den Daten handelt es sich um Einkommenszahlen von Spitzenverdienern aus mehr als 1.300 Unternehmen, welche die Unternehmensberatung Kienbaum erhoben hat. Danach sind die Einkommen von Geschäftsführern von 1997 bis 2014 um 42 Prozent angestiegen. Die Einkommen von Vorständen legten um 59 Prozent zu, die von DAX-Vorständen sogar um 186 Prozent. Zum Vergleich: Die Einkommen von Durchschnittsverdienern stiegen im selben Zeitraum nur um 15 Prozent.

Die Zahlen geben deutliche Hinweise darauf, dass die offiziellen Erhebungen die Einkommen von Spitzenverdienern viel zu niedrig einschätzen. So lag das mittlere Einkommen von Vorständen laut den Kienbaum-Daten im Jahr 2013 beispielsweise bei rund 500.000 Euro brutto.*

Das so genannte sozioökonomische Panel SOEP geht dagegen davon aus, dass das oberste Prozent im selben Jahr im Schnitt nur rund 200.000 Euro brutto verdient hat.

Diese Unterschiede sind von großer Bedeutung, weil die Daten des SOEP auch eine wichtige Grundlage bilden für den Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. Dass es hierbei nur zu einer ungenügenden Erfassung der Topverdiener kommt, war bisher bekannt – nicht jedoch das Ausmaß der Verzerrung.

Der Wirtschaftsweise Prof. Peter Bofinger hält die von MONITOR veröffentlichten Zahlen für äußerst relevant. „Man sieht hier, die Schere zwischen Arm und Reich hat sich weiter geöffnet als es in den bisherigen Statistiken abgebildet wird“, so Bofinger. Auch angesichts der neuen Zahlen fordert der Wirtschaftsweise, die Steuern für hohe Einkommen zu erhöhen. „Aus meiner Sicht würde es naheliegen, wieder zu den Steuersätzen zurückzukehren, die wir in den 90er Jahren hatten. Und das war ein Spitzensteuersatz in der Einkommenssteuer von 53 Prozent.

Das für den Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung zuständige Bundesarbeitsministerium teilte gegenüber MONITOR mit, dass man „Neuerungen im Bereich der statistischen Berichterstattung zu Reichtum in Deutschland“ künftig aufnehmen wolle.

* In der ersten Version der Meldung bezog sich der Wert von 500.000 Euro Einkommen auf Geschäftsführer und Vorstände. Nach einer Aktualisierung der Daten durch die Unternehmensberatung Kienbaum bezieht er sich nur auf Vorstände. Das Durchschnittseinkommen von Geschäftsführern und Vorständen zusammen liegt laut Kienbaum-Vergütungsstudie bei 442.000 Euro.

Und hier der Film: Deutschlands Reiche – die unbekannten Wesen

Die erste Grafik aus dem Video zeigt die Entwicklung der Einkommen 1997 – 2014  für Durchschnittsbeschäftigte, Geschäftsführer und Vorstände:Einkommen_Kienbaum1997-2014a

In der zweiten Grafik kommen im Vergleich noch die Vorstände von DAX-Firmen dazu:

Einkommen_Kienbaum1997-2014b

Die lassen alle anderen als unscheinbar erscheinen. Wie_Eliten_Macht_organisierenUnd die können sich auch Bundeskanzler, Zeitungen und Fernsehsender kaufen -siehe hier: Geld Macht Politik und das dazu passende Buch: „wie eliten macht organisieren“

Jochen